Bei den Rives de Clausen gehört es zum Alltagsbild. Taxi-Fahrer ziehen den offiziellen Stellplätzen solche vor, die eigentlich nicht dafür vorgesehen sind. Auf Bürgersteigen, an wenig übersichtlichen Stellen wird auf Kundschaft gewartet. In der Hoffnung, dem Konkurrenten ein Schnippchen zu schlagen. Ein ähnliches Verhalten wird am hauptstädtischen Bahnhof beobachtet. Statt dort auf die Kunden zu warten, wo erlaubt, besetzen immer häufiger Wagen jene Plätze links vom Hauptgebäude, die eigentlich als Minuten-Parkplätze vorgesehen, damit Personen die zum Zug und Bus begleitet werden, schnell aus dem Wagen springen können.
Man sei schon mehrfach vor Ort gewesen, um die betroffenen Fahrer und ihre Unternehmen auf diese Regelverstöße hinzuweisen, so Luxemburgs Bürgermeister Xavier Bettel am Donnerstagmorgen vor Journalisten. In Zukunft werde es eine gebührenpflichtige Verwarnung geben. Im Wiederholungsfall werde die Taxi-Lizenz entzogen.
Bus- und Bahn-Tickets werden teurer
Der Staat braucht Geld. Eine der geplanten Maßnahmen betrifft den öffentlichen Personennahverkehr. So sollen die Preise für Zug- und Bustickets erhöht werden. Die Kurzstrecken-Fahrkarte steigt von 1,5 auf 2 Euro. Insgesamt sollen so 20,6 Millionen Euro Mehreinnahmen in die Staatskasse fließen. Das passt der hauptstädtischen Gemeindeführung nicht. Man sei eben nicht froh, dass die Benutzung des öffentlichen Transports teurer werden soll, so Bettel am Donnerstagmorgen. Mit dem Kurzstreckenticket können Bus bzw. Bahn während zwei Stunden im ganzen Land benutzt werden. Der Schöffenrat würde eine Aufteilung des Landes nach Zonen vorziehen.
Stärker in das Alltagsgeschäft implizieren will der Schöffenrat die Bevölkerung mit einer neuen elektronischen Applikation. Mit Report-it werden Bürger in Zukunft die Stadtführung über straßenbauliche und andere Missstände in der Stadt informieren können, kündigte Bürgermeister Bettel am Donnerstag an. Der Dienst wird als Smartphone-Applikation angeboten, kann jedoch auch auf der Web-Seite der Stadt benutzt werden.
Zu Demaart
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