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Arbeitnehmer sind länger krank

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Luxemburgs Arbeitnehmer waren 2012 häufiger und länger krankgeschrieben als 2011. Die Krise und die Sorge um den Arbeitsplatz wirken sich auf die Gesundheit der Beschäftigten aus.

Die Abwesenheitsquote in Luxemburgs Unternehmen ist zwischen 2011 und 2012 von 3,5 auf 3,7 Prozent angestiegen. Dieselbe Tendenz ist auch in den Nachbarländern festzustellen. In Belgien stieg sie von 5,7 auf 5,9 Prozent und in Deutschland von 4,7 auf 4,9 Prozent an. Aus Frankreich lagen der Arbeitsgruppe aus Vertretern des Arbeits- und des Sozialministeriums keine Angaben vor.

Zugenommen haben vor allem die langfristigen krankheitsbedingten Fehlzeiten länger als drei Wochen. Diese Tendenz sei seit 2010 zu beobachten, und zwar Sektor übergreifend. Die Entwicklung betreffe alle Altersgruppen unabhängig vom Geschlecht.

Als Grund wird die Wirtschaftskrise angeführt. Wenn die Wirtschaft lahmt, zögern die Beschäftigten, sich krankschreiben zu lassen. Sie fürchten um ihren Arbeitsplatz. Krankheiten werden verschleppt, das Risiko, ernsthafter zu erkranken, steigt, was dann zu längerer Abwesenheit am Arbeitsplatz führen kann.

Höhere Folgekosten

Krank am Arbeitsplatz zu erscheinen, kann sich schädlich auf die zukünftige Arbeitsfähigkeit der Belegschaft auswirken und die Folgekosten der späteren Abwesenheit erhöhen, heißt es aus dem Arbeits- und Sozialministerium.

Die gemeinsame Arbeitsgruppe wurde im Zusammenhang mit der Einführung des Einheitsstatuts gebildet. Das Einheitsstatut führte die Lohnfortzahlung durch den Betrieb auch für die Beschäftigten ein, die bislang das Arbeiterstatut hatten. Unternehmen, die vor allem Arbeiter beschäftigten, befürchteten eine finanzielle Mehrbelastung. Die Arbeitsgruppe soll die Entwicklung der Abwesenheitsquote beobachten.