Entspannung zwischen den Sozialpartnern bei Cargolux? Vor einer Woche hatten die Gewerkschaften der Direktion vorgeschlagen, den alten Kollektivvertrag um ein Jahr zu verlängern und über Möglichkeiten zur Erhöhung der Produktivität zu diskutieren. Der Kollektivvertrag war Ende September 2012 von der Direktion gekündigt worden. Nun ist letztere bereit, die ausgestreckte Hand zu ergreifen. Sie stellt jedoch einige Bedingungen.
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Ja zur Verlängerung des alten Vertrag, heißt es im Brief, den die Direktion den Gewerkschaften am Mitwoch zukommen ließ. Dabei sollte die Laufdauer nicht auf ein Jahr, sondern auf unbestimmte Zeit festgelegt werden. Ergänzt werden müsste der Vertrag jedoch durch einen Zusatz, der spürbare Einschnitte für die Beschäftigten beinhalten würde. So würden alle Zuschläge auf das gesetzliche Minumum reduziert werden. Der 13. Monatslohn für 2013 würde um die Hälfte reduziert, dies für alle Gehälter über 3.500 Euro. Die halbstündige Pause der Schichtarbeiter würde nicht mehr als Arbeitszeit angechnet werden.
Ab 2014 möglicherweise schwarze Zahlen
Der von Generaldirektor Richard Forson unterschriebene Brief wurde den Gewerkschaften am selben Tag zugestellt, an dem die Gesellschaft der Hauptversammlung die Jahresergebnisse 2012 vorlegte. Daraus geht u.a. hervor, dass der Verlust geringer ausfiel, als ursprünglich angenommen. Ab 2014 rechnet die Gesellschaft wieder schwarzen Zahlen.
«Die Umsetzung eines neuen Geschäftsplans soll die Nachhaltigkeit der Gesellschaft sicherstellen und Cargolux ab 2014 wieder in die schwarzen Zahlen bringen», so die Firma am Mittwoch.
Die Kündigung des Kollektivvertrags im Herbst 2012 hatte bei den Gewerkschaften für erhebliche Irritationen gesorgt, zumal die Direktion sämtliche in den letzten Jahren vereinbarten Vorteile für die Belegschaft in Frage stellte. Der neue Vertrag sollte auf den gesetzlichen Minimas beruhen, hieß es damals. Eine Folge des Konflikts mit den Gewerkschaften war der im November 2012 angekündigte Ausstieg von Qatar Airways aus der Luftfrachtgesellschaft.
Zu Demaart
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