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Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder
(dpa/Ralf Hirschberger)

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Ein Jäger wird im Osten von Luxemburg von einer Kugel gestreift. In Lenningen durchschlägt ein Jagdgeschoss ein Wochenendhaus. In beiden Fällen ermittelt die Polizei. Und es ist noch mehr passiert.

Wir haben bereits mehrfach von Zwischenfällen in Zusammenhang mit Treibjagden berichtet. Glaubt man dem Generalsekretär des Jägerverbands, dann ist alles nur halb so schlimm wie getan wird. Doch, ob man nun ein Verfechter der Jagd ist oder eher ein Gegner, spielt in diesen Fragen nun wirklich keine Rolle.

Eines gilt in jedem Fall: Die Sicherheit für Mitmenschen muss auch während der (Treib-)Jagdzeit gewährleistet sein. Dass es manchmal drunter und drüber geht, zeigte ein aktuelles Beispiel aus der Gegend um Angelsberg (Link).

Laut geschrien

Es geht aber noch weiter. Ein Einwohner aus Dalheim gab am Montagabend gegenüber RTL («Nol») zu verstehen, dass er am Sonntag vor einer Woche bei einem gewohnten Spaziergang direkter Zeuge eines Zwischenfalls wurde, der einmal mehr die Frage nach der Sicherheit aufwirft. Während seines Spaziergangs habe er unweit von ihm entfernt plötzlich einen Schuss gehört; zwei weitere folgten.

Er habe sofort laut geschrien, man solle doch mit der Schießerei aufhören, es seien Spaziergänger unterwegs, doch eine Antwort sei ausgeblieben. «Es standen nirgends Hinweistafeln, die auf eine Treibjagd aufmerksam machen sollen», so der Mann.

Polizei machtlos

Der Spaziergänger hat daraufhin die Notrufnummer 113 gewählt und nach einer gewissen Zeit sei er von der Polizeidienststelle in Grevenmacher zurückgerufen worden. Die Polizei habe sich machtlos in dieser Angelegenheit gezeigt und habe dem Mann lediglich den «guten Rat» gegeben, im Herbst und Winter doch dem Wald fernzubleiben (!).

Der Jagdverband hatte während einer Pressekonferenz vor Wochen u.a. angekündigt, dass bei sämtlichen Treibjagden Warnschilder mit dem betreffenden Datum der Jagd aufgestellt werden müssen. «Dies war in Dalheim nicht der Fall», so der Zeuge.

Schuss gelöst

In den letzten Tagen machte auch ein Zwischenfall bei den zuständigen Instanzen von sich reden, der wahrscheinlich nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollte. Bei einer Jagd im Osten des Landes habe sich aus einem Gewehr, das in einem Wagen lag, ein Schuss gelöst. Aus dem Pkw heraus habe die Kugel die Weste eines Jägers gestreift und sei dann in einem zweiten Fahrzeug eingeschlagen.

Der stellvertretende Direktor der Naturverwaltung, Laurent Schley, bestätigte RTL gegenüber den Vorfall und meinte, eine polizeiliche Ermittlung sei angestrebt. Die Polizei ist außerdem mit einer weiteren Klage beschäftigt. Hier geht es um einen Zwischenfall in Lenningen bei Canach. Dort soll während einer Jagd geradewegs in ein Wochenendhaus hinein geschossen worden sein.

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