Die Zeichen beim ACL stehen auf Sozialkonflikt. Am vergangenen Donnerstag waren die Verhandlungen auf dem Schlichtungsamt als gescheitert erklärt worden. Damit ist für die Gewerkschaften der Weg offen für Aktionen. Bereits am Dienstagmorgen soll der Betrieb bestreikt werden, hieß es zuerst. Es werde nachverhandelt, so die Botschaft am späten Nachmittag. Am Abend dann traf die Meldung ein, die Gewerkschaften würden am Dienstagnachmittag über den Stand der Verhandlungen zu informieren.
Die Gewerkschaften OGBL und LCGB versuchen seit zwei Jahren mit der Direktion einen neuen Kollektivvertrag für die ACL-Mitarbeiter auszuhandeln. Hauptstreitpunkt ist bisher die Gehältertabelle. Die Gewerkschaften OGBL und LCGB bezichtigen die Direktion, durch Manipulationen der Gehältertabellen die Löhne gekürzt zu haben. Das Arbeitsministerium und die Gewerbeinspektion (ITM) hätten die Gehältertabellen unter die Lupe genommen und dabei nichts verdächtiges festgestellt, entgegnete der ACL seinerseits in einer Mitteilung. Das hätten die Gewerkschaften denn auch zugeben müssen.
Alle Löhne und Prämien seien in den letzten Jahren ordnungsgemäß ausgezahlt worden, so der ACL weiter. Die von den Gewerkschaften geforderte retroaktive Gehaltserhöhung ab dem 1. Januar 2013 wird als nicht-gerechtfertigt bezeichnet.
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