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8,6 Prozent verdienen den Mindestlohn

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Der Anteil der Mindestlohnbezieher in Luxemburg beträgt 8,6 Prozent. Damit verdienen sie noch weniger als den Betrag, der als Niedriglohn ausgegeben wird.

Laut Beschäftigtenkammer CSL verdienten 2012 8,6 Prozent der Beschäftigten nicht mehr als den Minidestlohn für Unqualifizierte. Damit liege der Anteil der Beschäftigten, deren Lohn nicht dem Markt entsprechend gebildet wird, unter den bisher verbreiteten Annahmen. Die Gegner des staatlich geregelten Mindestlohns sehen im gesetzlichen Mindestlohn eine Konkurrenzverfälschung insbesondere gegenüber dem Ausland.

Logo" class="infobox_img" />Den Niedriglohn verdient, wer weniger als Zweidrittel des mittleren Lohns bezieht.

Die Angaben, wonach der Anteil von Beschäftigten mit nichtmarktkonformer Entlohnung bei 15,7 Prozent liege, berücksichtigen ebenfalls Arbeitnehmer mit einem leicht höheren Lohn hinzu (102 Prozent des gesetzlichen Mindestlohns). 2012 hätten 52.074 Personen so viel verdient. Dass nur 8,6 Prozent den Mindestlohn verdienen, bedeute längst nicht, dass der Anteil der Niedrigverdiener in Luxemburg klein sei, so die CSL.

Niedriglöhner

Zu den Niedriglöhnern werden Beschäftigte gezählt, die laut OECD-Definition weniger als Zweidrittel des Medianlohns verdienen. Dieser Betrag lag 2010 bei 2.359 Euro brutto, weit über dem damals gültigen Mindestlohn. Der Medianlohn ist jener Betrag, der die Menge der Lohnbezieher in zwei Hälften teilt: die eine verdient mehr, die andere weniger. 2010 lag dieser Wert bei 3.539 Euro.

Nach der jüngst erfolgten Erhöhung liegt der monatliche Mindestlohn derzeit bei 1.921,03 Euro brutto. Ein Einkommensbezieher in der Steuerklasse 1 liegt mit dem Mindestlohn in Luxemburg unter der offiziellen Armutsgrenze. Einer Studie der CSL von Juni 2013 lebten im Jahr 2011 68.000 Menschen in Luxemburg unter der Armutsgrenze.

Der soziale Mindestlohn wurde 1944 in Luxemburg eingeführt.