Insgesamt 48 gepanzerte Dingo-Fahrzeuge waren im Jahr 2008 für die Luxemburger Armee in Auftrag gegeben worden. Sie werden bei Spezialeinsätzen im Ausland genutzt und sollen den Soldaten bestmöglichen Schutz geben. Doch nur ein Teil der Fahrzeuge ist noch voll einsatzfähig, sagt jetzt Armeeminister Etienne Schneider (LSAP) in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage von Fernand Kartheiser (ADR).
Lediglich 33 der 48 Fahrzeuge (69 Prozent) sind voll operationsfähig, 7 sind es nur teilweise, weil einzelne Elemente nicht betriebsbereit sind und 8 können wegen Sicherheitsmängel nicht eingesetzt werden.
Trotz des doch hohen Anteils nicht voll einsatzfähiger Fahrzeuge sieht Armeeminister Schneider keinen Anlass zur Sorge. 70 Prozent Einsatzfähigkeit bei diesen Fahrzeugen sei eine allgemein akzeptierte Norm bei der Nato, so Schneider.
Ersatzteillager
Etliche Dindos dienen als Ersatzteillager. Ausgebaut werden vor allem teure oder nur schwer ersetzbare Ausrüstungen wie etwa die Kommunikations-, Observations- und Waffensysteme. So sei es sehr schwer, sofort neue Ersatzteile vom Hersteller zu bekommen. Schneider spricht von langen Lieferzeiten und hohen Kosten. Erklärt wird dies mit der geringen Anzahl an Ersatzteilen, die die Luxemburger Armee bestellt. Man müsse sich da schon an einen anderen Kunden, etwa die belgische oder deutsche Armee, dranhängen.
Teure Ausrüstungselemente wurden aus Fahrzeugen ausgebaut, die für Fahrschul- und Ausbildungszwecke gebraucht werden. Die Teile wanderten ins Ersatzteillager In anderen Fällen wurden die Wagen nach Erhalt der Ersatzstücke wieder vervollständigt.
Zu Demaart
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