Jedes Jahr veröffentlicht die OECD ihren Bericht «Gesundheit auf einen Blick». Die Ausgabe von 2015 zeigt interessante Trends, auch in Luxemburg. Wir trinken zuviel, wir sind zu dick, rauchen dafür aber weniger als zuvor.
Im Überblick zeigt sich das Großherzogtum durchschnittlich. Die Ausgaben für Gesundheit, seien sie öffentlich oder privat, weichen wenig von den der anderen Länder ab. Interessanterweise ist Luxemburg das Land mit dem niedrigsten Medikamentenkonsum in Prozent des Bruttoinlandsprodukt.
Die Risiken
Luxemburg ist zu dick und die durch Alkoholkonsum bedingte Erkrankungsrate ist immer noch besorgniserregend. Das Problem des Übergewichts hat sich in den letzten Jahren rasant verschlimmert. Dieser Trend gilt allerdings für alle OECD-Länder und nicht nur für Luxemburg. Trotzdem platzieren wir uns auf dem 11. Platz der Länder mit den meisten Übergewichtigen.
Die Erkrankungen in Folge von übermäßigem Alkoholkonsum stellen in Luxemburg ein erhebliches Problem dar. Das Land ist Sechster im Ranking. Der Krieg gegen den Tabakkonsum zeigt dagegen erste Erfolge. Rauchten vor 15 Jahren noch 26 Prozent der Luxemburger, sind es mittlerweile laut OECD nur noch 16 Prozent.
Ärzte brechen alle Rekorde
Das interessanteste Kapitel im Bericht ist das der Ärzte. Luxemburg bricht hier fast alle Rekorde. In Luxemburg kümmern sich 28 Ärzte um 10.000 Einwohner. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 33 Ärzte pro 10.000 Köpfe. Und es wird wohl nicht besser werden, denn 38 Prozent der luxemburgischen Ärzte sind älter als 55 Jahre.
Noch frappierender ist der geringe Anteil der weiblichen Ärzte: Lediglich 32 Prozent sind Frauen. Nur Korea und Japan haben weniger weibliche Ärzte. Mediziner verdienen allerdings, verglichen mit dem Durchschnittseinkommen, in Luxemburg weitaus am meisten.
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