Luxemburg steht in einer weltweiten Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen auf Platz vier. Gegenüber dem Vorjahr verbessert sich das Großherzogtum um zwei Plätze, vom sechsten auf den vierten Rang. Luxemburgs Nachbarn landen in der Rangliste weiter nach hinten: So belegt Deutschland den 17. Platz, Belgien steht auf Rang 21 und Frankreich landet noch weiter hinten, auf dem 37. Platz.
An der Spitze der bis November 2012 erhobenen internationalen Rangliste mit 179 Ländern stehen Finnland, die Niederlande und Norwegen. Schlusslichter sind unverändert Eritrea, Nordkorea und Turkmenistan. Kein Land habe sich so sehr verschlechtert wie Mali (Platz 99), das einmal Vorreiter der Pressefreiheit in Afrika gewesen sei, schreibt Reporter ohne Grenzen. Japan sei in Folge seiner restriktiven Informationspolitik nach der Atomkatastrophe von Fukushima auf Platz 53 abgerutscht.
Verbesserungen und Handlungsbedarf
Verbessert haben sich Malawi (75), die Elfenbeinküste (96), Afghanistan (128) und Burma (151). Somalia war 2012 laut Reporter ohne Grenzen nach Syrien das gefährlichste Land für Journalisten. Zwei Jahre nach Beginn des Arabischen Frühlings bleibe die Situation der Pressefreiheit in der Region vielerorts prekär, heißt es. Ägypten liegt bei der Pressefreiheit auf Platz 158.
In Europa verschlechterte sich die Lage in Ungarn (56). Dort sei seit den umstrittenen Mediengesetzen Selbstzensur in den Redaktionen verbreitet. In der Türkei (154) säßen seit dem Ende des Militärregimes 1983 noch nie so viele Journalisten im Gefängnis wie heute, kritisiert die Organisation.
Untersucht werden weltweit Faktoren wie der Zugang zu Informationen, Repressalien, Gewalt gegen Journalisten, Medienvielfalt und -Gesetze, Internetzugang und -Zensur.
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