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Kirchberg für die «kleine» Brieftasche

Kirchberg für die «kleine» Brieftasche
(dpa/Christian Charisius)

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Der Staat will die steigenden Immobilienpreise bekämpfen, indem er massiv Baugelände freigibt. Auf Kirchberg werden 6.500 "bezahlbare" Wohnungen gebaut.

Link) ist für die Hälfte der Wohnungen verantwortlich, betonte Wohnungsbauministerin Maggy Nagel. Der Maximalpreis für diese Wohnungen soll 3.250 Euro pro Quadratmeter betragen.

Öffentlicher Nahverkehr

Sie werden über den sogenannten «bail emphytéotique» für eine Dauer von 99 Jahren an private Anbieter weitergegeben. Potenzielle Käufer dürfen allerdings keine andere Wohnung besitzen. Nur Interessenten, die in der Hauptstadt arbeiten, dürfen eine solche Wohnung auf Kirchberg erwerben. Wenn sie umziehen, dürfen sie ihre Wohnung aber behalten, wurde betont.

Neben den Wohnungsprojekten wird auch der öffentlichen Nahverkehr auf Kirchberg ausgebaut. Die Inbetriebnahme der Tram im Herbst 2017 ist dafür sehr wichtig, wird am Freitag auf der Pressekonferenz betont. 110.000 Passagiere sollen pro Tag transportiert werden.

Neuer Wohnraum

Parallel sollen die Radwege ausgebaut werden. Es sollen auch mehr Busse das neue Viertel mit dem Umland verbinden. Die Bürgersteige werden verbreitert. Bei der Planung wird die Lebensqualität groß geschrieben. Ein Sechstel der Fläche des Kirchberges ist für Grünflächen reserviert. «Es soll ein lebendiges Viertel werden, wo Arbeit, Wohnen und Freizeit möglich sind,» so Bausch.

Im Viertel Kiem sollen 820 Wohnungen entstehen, im Réimerwee 560 Wohnungen und im JFK Süd 260 Wohnungen. Im Kiem wird schon gebaut. Im Réimerwee soll nächstes Jahr mit den Arbeiten begonnen werden. 2017 kommt dan JFK Süd dran. Im Laufe des Jahres 2020 soll das Projekt abgeschlossen sein, heißt es.

Die Verwirklichung des PAP (Teilbebauungsplans) Kiem dauert schon länger. «Man hat jetzt einen Architekten-Wettbewerb organisiert. Die Gewinner stehen fest. Die Ausschreibungen sollen demnächst rausgehen können,» erklärt Patrick Gillen vom Fonds du Kirchberg.

«Die Regierung realisiert, was sie im Regierungsprogramm angekündigt hat und entzieht sich nicht ihrer Verantwortung,» resümiert François Bausch. Die Regierung versucht des Weiteren, durch ein Baulücken-Programm und ein Dienstwohnungsprogramm weiteren Wohnraum frei zu machen. Weitere Bauprojekte auf Geländen, die dem Staat gehören, seien geplant, so Maggy Nagel. Die Ministerin hält einen massiven Geländekauf durch den Staat für kontraproduktiv. Er treibe lediglich die Preise nach oben. Aber genau das wolle man verhindern, so Maggy Nagel.

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