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Kein Luxemburger Polizist in Haft

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Bei der Razzia gegen die Hells Angels auf Mallorca vergangene Wochen wurden 18 Mitglieder festgenommen. Unter ihnen soll sich auch ein Luxemburger Polizeibeamte befinden, meldet ein spanisches Newsportal. Die Polizei Luxemburg dementiert.

Bei einer Razzia unter Hells Angels auf Mallorca hat die spanische Polizei 24 Verdächtige festgenommen. Die meisten von ihnen stammten aus Deutschland, berichtete die spanische Nachrichtenagentur EFE am Dienstag unter Berufung auf Polizeikreise. An der Aktion seien Beamte aus mehreren Ländern beteiligt gewesen. Dem Nachrichtenportal Diario de Mallorca zufolge befindet sich unter den Verhafteten auch ein Luxemburger. Es soll sich dabei um einen Polizeibeamten handeln. Das meldete das Nachrichtenportal DiariodeMallorca.

Die Luxemburger Pressestelle der Polizei dementierte am Montag die Information, wonach sich ein Luxemburger Polizist unter den Verhafteten befände. Vor Ort beteilige sich ein Polizeibeamter jedoch an den Ermittlungsarbeiten.

Der Bande wird unter anderem Erpressung, Nötigung, Geldwäsche, Zuhälterei und Betrug zur Last gelegt. Die Razzia ist das Ergebnis einer zweijährigen Ermmittlungsarbeit der Polizieibehörden aus mehreren europäischen Ländern, unter anderem Luxemburg.

Zwei Polizeibeamte gefasst

Bei der Razzia am Dienstag waren auf der spanischen Ferieninsel vorwiegend Deutsche, aber auch Türken und ein Luxemburger dingfest gemacht worden. Am Donnerstag seien zudem zwei Polizeibeamte gefasst worden, die der Zusammenarbeit mit den Rockern beschuldigt würden, berichtete EFE. Bei der «Operation Casablanca» waren nach Medienberichten etwa 200 Beamte im Einsatz. Sie durchsuchten mehr als 30 Wohnungen und Lokale. Sie stellten Feuer- und Stichwaffen, zehn Autos, vier Motorräder, mehrere Boote sowie Juwelen und Drogen sicher.

Man sei sehr zufrieden, da man verhindert habe, dass sich «eine gefährliche Mafia-Bande» auf Mallorca niederlässt, zitierte EFE einen Polizeisprecher. Die zerschlagene Gruppe wollte nach Angaben des Madrider Innenministeriums unter anderem mit dem Bau einer Auto-Rennstrecke Millionensummen waschen. Das Schwarzgeld stammte den Angaben zufolge aus der Ausbeutung von Prostituierten und Schutzgelderpressung in Deutschland und Spanien. Ein großer Teil der Verdächtigen habe Vorstrafen. Fast alle hätten auf der Ferieninsel laut Polizei ein Luxusleben geführt.