Im Jahr 1975 wurde Kap Verde unabhängig von Portugal. Zehn Jahre später begann eine enge Entwicklungszusammenarbeit zwischen dem Inselstaat im Atlantik und dem Großherzogtum. Seit Montagabend ist der Großherzog zu einem viertägigen offiziellen Besuch auf dem Archipel. «Dieser Besuch ist für uns von großer Bedeutung», so Staatspräsident Jorge Carlos Fonseca. «Denn er unterstreicht die engen Beziehungen und die Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern.»
Weit über das Protokoll hinaus gehe es vor allem um eine «Vertiefung der Zusammenarbeit im Bereich der Bildung, der Infrastrukturen, dem Zugang zu sauberem Trinkwasser», so Fonseca weiter. Gerade das Wasser ist auf Kap Verde ein Problem. Es gibt keine nennenswerten Fließgewässer und kaum Brunnen. Ein Großteil des Trinkwassers muss entweder aus Meerwasser aufbereitet werden oder über Zisternenschiffe auf die gut 500 Kilometer vom afrikanischen Festland gelegenen Inseln gebracht werden.
Gute Beziehungen
Seit Jahrzehnten ist Kap Verde ein wichtiges Land für die Luxemburger Entwicklungszusammenarbeit. Insofern wird auch am letzten Tag des offiziellen Besuchs des Großherzogs ein Vertrag für die weitere Entwicklungszusammenarbeit für die Jahre 2016 bis 2020 unterzeichnet werden.
«Dabei geht es vor allem um eine Stärkung des Unternehmertums auf Kap Verde, den Ausbau der erneuerbaren Energien, der Bereitstellung sauberen Trinkwassers und der Fischerei», so der Präsident weiter. Die guten Beziehungen zwischen Luxemburg und Kap Verde zeigen sich auch in der Tatsache, dass viele Kapverdier im Großherzogtum wohnten und dort gut integriert seien. «Für sie ist Luxemburg zu einer zweiten Heimat geworden», erklärt Fonseca.
Viel Lob
Auch der Großherzog lobte die gute mittlerweile drei Jahrzehnte dauernde Zusammenarbeit. Die Inselrepublik sei ein außergewöhnliches Land, sowohl politisch als auch wirtschaftlich. «Kap Verde ist beispielhaft für die Region», so der Großherzog. Immerhin ist das Land eine der wenigen stabilen Demokratien in Afrika. Er lobte in dem Zusammenhang die gute Integration der Kapverdier in Luxemburg. «Die kapverdische Gemeinde im Großherzogtum umfasst gut 3.000 Menschen, die sehr gut integriert sind», so der Großherzog. Außerdem hätten bereits 9.000 Kapverdianer die Luxemburger Staatsbürgerschaft angenommen.
Eine der wichtigsten Einnnahmequellen für das Land im Atlantik ist der Tourismus. «Zwischen 20 und 25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts kommen aus diesem Sektor», so der Großherzog weiter. Vor allem über die Luxair kämen viele Touristen aus dem Großherzogtum nach Kap Verde. «Der Tourismus ist auch wichtig, weil er hilft, dass sich Menschen kennenlernen», so der Großherzog. Die Kapverdier, die in Luxemburg wohnen, würden zudem einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Leben des Großherzogtums leisten.
Zu Demaart





































































































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