Slowenien werde alles unternehmen, um die notwendigen Reformen umzusetzen und werde keinen Rettungsplan beantragen. Die Situation sei ernst und Slowenien habe keine Zeit zu verlieren, so Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker am Montag nach seiner Unterredung mit dem slowenischen Premierminister Janez Jansa in Luxemburg. Er gehe davon aus, dass die angekündigten Reformen termingerecht realisiert werden. Sein Land verfüge über das Potenzial um aus der Krise zu kommen, betonte Jansa seinerseits.
Seit Wochen wird über einen möglichen Antrag Sloweniens auf Stütze aus den EU-Töpfen spekuliert. Die drei großen Ratingagenturen hatten die Bonität des Lands im August herabgestuft. Vor allem die slowenischen Banken stecken in Schwierigkeiten und brauchen frisches Geld. Rund 18 Prozent aller Bankkredite im Land sollen von Ausfall bedroht sein, im eingebrochenen Bausektor sogar 50 Prozent. Finanzminister Janez Sustersic sprach am Wochenende von einer halben Milliarde Euro bis Ende des Jahres.
Das Strukturprogramm der Regierung sieht Einschnitte bei den Renten und Reformen am Arbeitsmarkt und im Bankensektor. Die Opposition verweigert der Regierung jedoch ihre Unterstützung. Sollte das Land unter dem Rettungsschirm müsste es ein strenges Sparprogramm auflegen, so wie derzeit Griechenland und Portugal. Slowenien hat den Euro im Jahr 2007 eingeführt.
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