«Cannabiskonsum ist eine Realität. Der Staat hat keine Kontrolle,» so die Argumentation vom Cannabisbündnis Luxemburg. Auf einer Pressekonferenz am Freitag erläuterten die Mitglieder ihre Argumente zur Legalisierung von Cannabis. Das Bündnis besteht aus Mitgliedern von «Déi Jonk Gréng», die «JDL», die «Jonk Lénk», «Jonk Kommunisten» und die «Jonk Piraten».
«Durch das Verbot gibt der Staat seine ganze Kontrolle über die Reinheit der Substanz auf», kritisiert das Bündnis. Aus der repressiven Politik habe sich ein unkontrollierter Schwarzmarkt entwickelt. Demnach unterstütze das Verbot die organisierte Kriminalität. Die Bündnispartner setzen sich für eine Legalisierung von Cannabis in Luxemburg ein.
Argumente gegen das Verbot
Der Staat gebe viel Geld aus, um das Verbot aufrecht zu erhalten, doch der Konsum würde dadurch keineswegs eingeschränkt werden. Die Argumente: «Der Konsumentenschutz ist inexistent, die Bevölkerung wird Opfer von Beschaffungskriminalität und eine objektive Präventions- und Aufklärungsarbeit wird behindert.»
Deshalb fordert das Cannabisbündnis die Legalisierung, geknüpft an etliche Bedingungen. Der Konsument muss über 18 Jahre alt sein und kann in begrenzter Menge Cannabis – mit geregelten THC-Werten – legal erwerben. Der Verkauf findet in vom Staat geführten und überprüften Geschäften statt. Die Qualität der Ware wird vom Staat kontrolliert.
Nur mit Chipkarte
Um die maximale Menge, die ein Konsument erwerben darf, zu kontrollieren, erhält dieser eine Chipkarte. Nur mit einer solchen Karte können Verbraucher Cannabis in den dafür vorgesehenen Geschäften kaufen. Gekifft werden darf nur in diesen Räumlichkeiten oder in der Privatwohnung.
Die Sanktionspolitik sollte, nach Meinung des Bündnisses, angepasst werden. Eine neue juristische Basis müsse her. Daneben fordern die Mitglieder eine Legalisierung von Cannabis als Medikament.
Doch eine Legalisierung könne nur mit einer Aufklärung über die Wirkungsweisen und Begleiterscheinungen von Cannabis einhergehen. Dazu schlägt das Bündnis Sensibilisierungskampagnen sowie eine grundlegende Aufklärung in der Schule vor.
Zu Demaart
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