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In schwierigen Lüften

In schwierigen Lüften
(Sdidier)

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Der Flughafen Findel muss um öffentliche Subventionsmöglichkeiten bangen.

Der Flughafen Findel ist gleich in doppelter Funktion, als Passagier- und als Frachtflughafen, für Luxemburg von strategischer Bedeutung. Beides sind dabei globalisierte Märkte, in denen mit harten Bandagen gekämpft wird. Da zu überleben ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit.

Der Flughafen Findel ist für Luxemburgs das Tor zur Welt. Das einzige Tor. Der EU ist das allerdings egal. Flughafenschließungen gehören fast schon zur Normalität und wenn es den Findel erwischt dann war es das halt. Am drastischsten formulierte es im Rahmen einer Orientierungsdebatte im Parlament am Donnerstag Roy Reding (ADR). Nicht die anderen Airlines sondern die EU sind „der größte Feind des Findel“, erklärte er.

Eigentlich ein Regionalflughafen

Der Findel wird von der EU wie ein nationaler Flughafen behandelt, dies obwohl er von den Passagierzahlen her eigentlich ein Regionalflughafen ist. Das schränkt vor allem die öffentlichen Subventionsmöglichkeiten ein. Dabei stehen am Findel gerade gewaltige Arbeiten an. Bis Ende 2017 muss die Flugsicherheit an die Normen der EASA (Europäische Agentur für Flugsicherheit angepasst werden). Zudem müssen für rund 259 Millionen die Landepiste und die Taxiways erneuert werden. Diese aktualisierte Summe nannte in der Debatte Infrastrukturminister François Bausch.

Enger Subventionsrahmen

Die Bauarbeiten sollen weitgehend ohne Unterbrechung des Flugverkehrs erfolgen und sich über drei Jahre erstrecken. Dass der Flugverkehr nicht unterbrochen wird, ist vor allem für die Frachtfliegerei und da an erster Stelle die Cargolux von zentraler Bedeutung. Dass sie drei Jahre dauern, könnte andererseits ein Problem bei der Finanzierung zu werden. Es war vor allem diese Sorge, die die Abgeordneten und auch den Minister am Donnerstag umtrieb.

Grund für die Nervosität sind europäische Regeln. Der Findel zählte im letzten Jahr 2,7 Millionen Passagiere, in diesem Jahr könnten es bis zu 2,9 Mio. werden. Und ab 2017 über drei Millionen. Und ab drei Millionen verschärfen sich die europäischen Subventionskriterien. Statt 50 dürfte der Staat dann nur noch 25 Prozent der Baukosten zuschiessen. 75 Prozent der Baukosten müssten dann von der Flughafengesellschaft Luxairport aufgebracht werden.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Freitagsausgabe des Tageblatt.