Mittwoch14. Januar 2026

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Hat Carlos Zeyen in Panama Geld gewaschen?

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Die deutsche Tageszeitung "Bild" erhebt wieder schwere Vorwürfe gegen den Eurojust-Vizechef, Carlos Zeyen. Er soll an verdächtigen Geldgeschäften in Panama beteiligt gewesen sein.

Die deutsche «Bild»-Zeitung nimmt wieder den Vize-Chef der EU-Justizbehörde Carlos Zeyen ins Visier. Laut einem «Bild»-Artikel soll der EU-Beamte, der normalerweise die Geldwäsche bekämpfen soll, angeblich jahrelang an undurchsichtigen Geschäften in der Steueroase Panama beteiligt gewesen sein.

Nach BILD.de-Informationen taucht der Name von Carlos Zeyen mehr als ein Dutzend mal im aktuellen Handelsregister des mittelamerikanischen Staates auf. Carlos Zeyen sei in Firmen wie „Luxinvestors S.A.“ oder „Uranus Business S.A“ als „Direktor“ oder Schatzmeister eingetragen, so «Bild». Wer die wirklichen Hintermänner der Gesellschaften sind, sei jedoch nicht gewusst. Panama gilt weltweit als Paradies für Steuersünder.

Der Kopf des Luxemburgers wird gefordert

Christian Humborg, Geschäftsführer von Transparency International Deutschland, ist schockiert. Auf Anfrage von BILD.de sagt er: „Geldwäsche bekämpfen zu wollen und gleichzeitig Direktor diverser Gesellschaften im Schattenfinanzzentrum Panama zu sein, passt vorne und hinten nicht zusammen. Die Glaubwürdigkeit von Eurojust steht auf dem Spiel.“

Auch werden Stimmen laut, die den Rücktritt des Vize-Präsidenten von Eurojust fordern. Die deutsche Zeitung konfrontierte den hohen EU-Beamten aus Luxemburg mit den Vorwürfen. Zeyen ließ über sein Hamburger Anwaltsbüro mitteilen, dass er seit dem Ende seiner Laufbahn als Anwalt im Jahre 1998 für keine panamesische Gesellschaft gearbeitet hat. Er sei verwundert, dass er noch als Direktor verschiedener Firmen geführt werde.

Im Januar schon war Carlos Zeyen in die Schlagzeilen geraten, als Bild.de meldete, dass er nach dem Ende der DDR als Anwalt Firmen verwaltete, über die illegale SED-Gelder verschoben wurden.