Die Entwicklung der Pflanzenbestände verzögerte sich aufgrund des langen Winters und des kühlen Frühlings. Dafür ermöglichten die besonders trockenen Monate Juli und August eine unter optimalen Konditionen durchführbare Ernte.
Mit einer vom Landwirtschaftsdienstleister Versis erfassten Getreidemenge von 93.000 Tonnen lag der Ertrag rund 15 Prozent über dem des vorigen Jahres. Alleine die Luxemburger Saatbaugenossenschaft (LSG) verzeichnete mit mehr als 9000 Tonnen einen deutlichen Anstieg der geernteten Getreidemenge, sodass es sogar zu Schwierigkeiten bei der Lagerung kam.
Gleichzeitig, so De Verband am Donnerstag, sind die Getreidepreise aber auch rückläufig. So sanken die Getreide- und Rapspreise gegenüber dem Frühjahrsniveau um ca. ein Drittel. Diese seien schon durch die Aussicht auf eine bessere Marktversorgung deutlich gesunken. Zugleich musste aber auch mehr in Dünger, Pflanzenschutz, Energie und Technik investiert werden aufgrund der Wetterlage im Mai und Juni. Viele Landwirte lagern das trockene Getreide ein und bringen es erst im Herbst und Winter, auf eine bessere Marktentwicklung hoffend, auf den Markt.
Verzögerungen beim Neubau in Perl
Aufgrund der Witterungsverhältnisse kam es aber auch zu Verzögerungen beim Bau der neuen Lageranlagen in Perl-Besch, sodass diese noch nicht zur Getreidelagerung genutzt werden konnten. Den Landwirten wurde daraufhin die Möglichkeit geboten, ihr Getreide in Hallen neben den Getreidesilos einzulagern.
Abschließend äußert sich De Verband zur Spekulation mit Agrarrohstoffen. Die Spekulation sei in diesem Fall ein verstärkender Faktor der negativen Markttendenz gewesen, aber nicht der ursächliche. Sie hätte also mit zur Preisentwicklung beigetragen, ganz wäre diese aber auch ohne nicht zu vermeiden gewesen.
Zu Demaart
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