Im Auftrag der Regierung hatte eine dreiköpfige Expertengruppe das Verhältnis zwischen Staat und den religiösen Gemeinschaften untersucht. Am 3. Oktober wurde der Expertenbericht der zuständigen Parlamentskommission vorgelegt. Am Mittwochmorgen haben «déi gréng» ihre Forderung nach einem laizistischen Staat wiederholt.
Laut «déi gréng» sind religiöse wie nicht-religiöse Weltanschauungen reine Privatsache. Die Religionsgemeinschaften sollen von den Gläubigen finanziert werden, etwa durch eine eigene Kirchensteuer. „Jeder soll selbst bestimmen können, ob er eine Religion finanziell unterstützt oder nicht“, so «déi gréng». Eine von der Regierung vorgeschlagene „Maison de la Laïcité“ lehnen die Grünen ab.
Religiöse Einrichtungen für andere Zwecke nutzen
Auf kommunaler Ebene wünschen sich die Grünen, dass Teile der kirchlichen Einrichtungen auch für soziale oder kulturelle Zwecke genutzt werden sollen. Im Ausland sei dies bereits der Fall, so «déi gréng». Die finanzielle Unterstützung der Kirchenfabriken durch die Gemeinden ist den Grünen ein Dorn im Auge.
Die Grünen plädieren des Weiteren für die Einführung eines neutralen Werteunterrichts für alle Schüler. Bei der anstehenden Verfassungsreform müssten jene Artikel aus der Verfassung genommen werden, die in Verbindung mit der Kirche stehen. Gemeint sind hier vor allem die finanziellen Beziehungen zwischen Kirche und Staat.
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