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Unis verlangen einen Ausgleich

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TRIER - Die Universitäten in Rheinland-Pfalz fordern einen finanziellen Ausgleich für die geplante Streichung von Gebühren für Langzeitstudierende.

Die neue Regelung soll ab dem Sommersemester 2012 gelten. Bislang müssen Langzeitstudierende 650 Euro pro Semester zahlen, wenn ihre Regelstudienzeit um mehr als das 1,75-Fache überschreitet. Die Landesregierung wollte auf diese Weise die Studenten motivieren, ihre Studien schneller zu beenden. Es sollte auch verhindert werden, dass man sich nur zum Schein in einer Universität einschreibt, um vom speziellen Studentenstatus (Vergünstigungen bei Krankenkassen, Verpflegung oder Transport) zu profitieren, berichtet der „Trierische Volksfreund“ auf seiner Internetseite.

Nun will die neue rot-grüne Landesregierung in Mainz jedoch die Studienkonten abschaffen. Folge: finanzielle Verluste in Millionenhöhe für die vier Universitäten und acht Fachhochschulen des Landes.

Unmut bei den Unis

Verschiedene Bildungseinrichtungen haben schon angekündigt, die Einnahme-Ausfälle vom Land zurückzufordern. Die Uni Koblenz-Landau muss beispielsweise auf rund 620 000 Euro im Jahr verzichten. Die Uni Trier, wo auch viele Luxemburger studieren, will ebenfalls Geld zurückfordern. Die Uni Mainz sei noch dabei zu überlegen, heißt es. Sie hat die höchsten Einbußen: 1,7 Millionen Euro im Jahr. Die Verantwortlichen der Bildungsanstalten machen sich zum Beispiel große Sorgen um die Qualität der Ausbildung. Denn der Betrag aus den Langzeitgebühren wird komplett in die Verbesserung der Kurse gesteckt.

Die Opposition im Landtag begrüßt den Plan, Langzeitstudenten zu einem schnelleren Abschluss zu bewegen. Aber anstatt die zu langen Studienzeiten zu bekämpfen, würde man jetzt die jungen Leute vom Studieren abhalten.