Eine neue Studie, die der Statec in Zusammenarbeit mit der Uni.lu erstellt hat, zeigt, dass Französisch die Sprache ist, die am häufigsten am Arbeitsplatz gesprochen wird. Dieses Ergebnis ging aus einer Volkszählung hervor, bei der die Luxemburger Einwohner zusätzlich nach ihrer Hauptsprache und nach ihrer Umgangssprache befragt wurden.
Als Hauptsprache dominiert weiterhin Luxemburgisch mit 55 Prozent. An zweiter Stelle folgen Portugiesisch und Französisch.
Für Portugiesen bleibt weiterhin Französisch die Hauptintegrationssprache. Die Studie zeigt aber auch, dass Eingewanderte, die bereits über mehr als zehn oder 20 Jahre in Luxemburg leben, häufig Luxemburgisch als Hauptsprache angegeben haben.
Am Arbeitsplatz
Auf der Arbeit sieht dies etwas anders aus. Hier gaben 68 Prozent der Befragten an, Französisch am Arbeitsplatz zu sprechen. Luxemburgisch verwenden rund 60 Prozent. Die Studie zeigt ebenfalls, dass es von der Berufskategorie abhängt, welche Sprache hauptsächlich verwendet wird. So wird vor allem bei den Führungskräften sowie bei akademischen Berufen häufig Französisch gesprochen, dicht gefolgt von Luxemburgisch.
Aber auch die englische Sprache schlägt sich hier immer weiter durch. Rund 58 Prozent der Führungskräfte sprechen sie.
In der Landwirtschaft hingegen wird zu 86 Prozent Luxemburgisch gesprochen. Im Bereich des Handwerks dominiert vor allem Portugiesisch als Umgangssprache im Alltag.
Regionale Unterschiede
Auch hängt es von den Regionen des Landes ab, welche Sprache als Haupt- und Umgangssprache gebraucht wird. So wird Französisch als Hauptsprache eher in den Grenzregionen zu Frankreich verwendet.
Das Portugiesische schlägt sich vor allem im Süden als Hauptsprache durch und in der Region um Fels. Englisch wird vorwiegend in und nahe der Hauptstadt gesprochen.
Sprachliche Diversität
Die Studie zeigt, dass die sprachliche Diversität in Luxemburg größer ist, als bisher angenommen wurde und sie ebenfalls in den letzten Jahrzehnten zugenommen hat.
Die Angst, dass die Luxemburger Sprache ausstirbt, ist den Herausgebern der Studie zufolge unberechtigt. Luxemburgisch werde weiterhin gesprochen und immer mehr im öffentlichen Raum genutzt.
Die Sprachdiversität in Luxemburg steige, daher habe man auch das Gefühl, dass das Luxemburgische verschwinde zwischen all den Sprachen. Dies sei aber eine falsche Annahme, so die Herausgeber.
Zu Demaart
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