Dabei würde die Regierung auch die Dexia Credit Local übernehmen, die die französischen Kommunen finanziere, berichtete die Zeitung «Les Echos» am Donnerstag vorab aus ihrer Freitagausgabe unter Berufung auf verschiedene Quellen, die namentlich nicht genannt wurden. In Kreisen des französischen Finanzministeriums wurde der Bericht nicht bestätigt. «Ich habe keine Kenntnis von einem solchen Plan», sagte eine Person, die mit der Rettung der Bank betraut ist.
Die Europäische Kommission hatte vor zwei Wochen Staatsgarantien im Volumen von 45 Milliarden Euro zur Rettung der Dexia genehmigt. Die inzwischen aufgespaltene Dexia hatte sich die Garantien zur Finanzierung Anfang Dezember von Frankreich, Belgien und Luxemburg gesichert. Damit soll die aktuelle Notlage überbrückt werden. Die drei Staaten hatten im Oktober einen Rettungsplan für Dexia unter Dach und Fach gebracht. Die Bank gilt als erstes Opfer der Schuldenkrise.
45.000 Euro Prämie für Manager
Die belgische Dexia ist mit einem Kassensturz von 10 Milliarden Euro bekanntlicherweise in der Krise. Ihre Spitzenmanager haben sich laut der Zeitung «L’Echo» jetzt eine Jahrespärmie von 45.000 Euro gegönnt.
Für die «cadres inférieurs» liegt diese Prämie zwischen 2.500 und 5.000 Euro. Die drei Vertragsgewerkschaften haben zugestimmt, nicht aber für diejenige der «cadres supérieurs», die zwischen 25.000 und 45.000 Euro erhalten.
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