Umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste auf den Straßen, beschädigte Autos, überschwemmte Straßen, beschädigte Dächer und Regenrinnen, Keller unter Wasser – das Unwetter, das am Sonntag Abend zwischen 18 und 19 Uhr über Luxemburg hinweggezogen ist, hat für zum Teil erheblichen Sachschaden gesorgt.
In Ettelbrück, wo seit Freitag die Foire Agricole stattfand, wurden laut Polizeiangaben fünf Personen verletzt, davon eine etwas schwerer. Sie waren durch entwurzelte Bäume, umgewehte Zelte oder durch Objekte getroffen worden, die durch die Luft wirbelten. Das schwer verletzte Opfer war von einem Baum getroffen worden.
Ein scheues Pferd sprang in die Alzette. Der Besitzer wollte dem Tier helfen, musste dann aber auf die Rettungskräfte warten, die Pferd und Besitzer bergen konnten. Der Verkehr um Ettelbrück brach zeitweilig zusammen. Straßen waren überschwemmt.
Abgebrochene Äste und entwurzelte Bäume behinderten den Straßenverkehr. An zwei Stellen wurden Zuglinien unterbrochen. PKWs und Baugerüste wurden zum Teil schwer beschädigt. Mehrere Gerüste stürzten zusammen. In Gebäuden entstand Schaden durch eindringendes Wasser.
370 Einsätze
Bei den Notdiensten, Polizei und 112, waren in kurzer Zeit mehrere Hundert Anrufe beunruhigter Bürger eingegangen. Die Polizei sprach am Abend von fast 1000 Anrufen. 370 Einsätze wurden bis in die Nacht hinein erledigt.
Die Sturmfront hatte sich kurz vor 18.00 Uhr aus südwestlicher Richtung über Luxemburg bewegt. Besonders betroffen waren Rodange, Lamadeleine, Pétange, Lasauvage, Differdange, Bascharage, Clemency, Dippach, Abweiler, Leudelange, Mamer, Bertrange, Strassen, Bridel, Olm, Koerich, Septfontaines, Hobscheid, Garnich, Schouweiler, Nospelt, Keispelt, Mersch, Rollingen, Bourglinster/Imbringen, Larochette, Bissen, Colmaberg, Boevange, Marienthal, Medernach, Reisdorf, Beaufort, hinauf zur «Nortdstad», wo vor allem Ettelbrück und Ingeldorf in Mitleidenschaft gezogen wurden. Auf dieser Windstrecke gab es massive Behinderungen durch umgestürzte Bäume.
Konzertbeginn verschoben
Wegen der Sturmwarnung war am frühen Abend der Beginn des Rock-um-Knuedler-Konzertes verschoben worden. Die mobilen Elemente der Bühne mussten befestigt werden.
Autofahrer werden auch weiterhin vor umgestürzten Bäumen gewarnt, welche Straßen blockieren könnten. Polizei und Zivilschutz raten davon ab, sich in Waldstücken zu begeben.
Laut Wetterdienst war auch am Abend noch mit Regenfällen zu rechnen, wenn auch von geringerer Heftigkeit. Ab 20:00 Uhr hatte sich die Wetterlage weitgehend beruhigt.
Zu Demaart

































Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können