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ESM soll schlagkräftiger werden

ESM soll schlagkräftiger werden
(dpa-Archiv)

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Der ständige Krisenfonds für klamme Eurostaaten (ESM) könnte über einen "Hebel" finanziell deutlich schlagkräftiger werden. Am 8. Oktober soll die Gründungsversammlung stattfinden.

Ein Sprecher der EU-Kommission bestätigte am Montag, dass über entsprechende Möglichkeiten gesprochen werde, die Möglichkeiten des Rettungsschirms noch zu vergrößern. «Wir sind in einer Übergangsphase zwischen EFSF und ESM», sagte er in Brüssel. Wann es eine Entscheidung geben soll, blieb offen.

Der ESM mit einem Kreditrahmen von 500 Milliarden Euro soll nach dem Willen des Eurogruppen-Vorsitzenden Jean-Claude Juncker am 8. Oktober in Luxemburg aus der Taufe gehoben werden. Wie Diplomaten berichteten, orientieren sich die Debatten für den ESM an der Vorgängerinstitution EFSF.

Nicht bestätigten Informationen zufolge könnte der Euro-Rettungsschirms ESM mit Hilfe privater Investoren ausgeweitet werden. Nach Angaben des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» sollen im Ernstfall durch eine Art «Hebelung» zwei Billionen Euro verfügbar sein. Dies wäre das Vierfache des geplanten Nothilfevolumens des ESM. Ziel sei, auch Schwergewichte wie Spanien und Italien retten zu können. Dieser Betrag wurde in Berlin als «völlig illusorisch» bezeichnet. Zwar werde über eine höhere Schlagkraft durch eine «Hebelung» diskutiert. Die in Medienberichten genannten Zahlen seien aber in überhaupt keiner Form nachvollziehbar, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums am Montag.