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High-Noon für Europas Banken: Nur noch wenige Stunden, dann wird die Öffentlichkeit endlich erfahren, wie es um die Branche steht. Voraussichtlich müssen noch einige Banken nachbessern, um für künftige Krisen fit zu sein.

Seit Monaten wird gerechnet, seit Wochen spekuliert, nun gibt es offizielle Ergebnisse: Europäische Zentralbank (EZB/Frankfurt) und Bankenaufsicht EBA (London) veröffentlichen am Sonntag (12.00 Uhr) die Ergebnisse ihrer umfassenden Bankentests.

Nach neuesten Gerüchten sollen 25 Banken durchgefallen sein. 15 davon sollen aber inzwischen genügend Kapital aufgebaut haben, um möglichen Krisen zu trotzen. Die EZB wies dies allerdings zurück. Die endgültigen finalen Ergebnisse gebe es erst an diesem Sonntag, bis dahin sei alles Spekulation.

Im Kern geht es um die Frage: Verfügen die Institute über genügend eigenes Kapital, um im Fall einer neuen Krise nicht in die Knie zu gehen. Durchgefallene Institute haben sechs bis neun Monate Zeit, um die Lücken zu schließen.

Bilanzen der Banken durchleutet

In den vergangenen Monaten durchleuchteten Tausende EZB-Experten, nationale Aufseher und externe Wirtschaftsprüfer die Bilanzen der Banken auf der Suche nach Altlasten oder Kapitallöchern. Verknüpft wurde dieser Bilanzcheck mit einem Stresstest. Dieser Krisentest simulierte, ob die Institute auch dann ausreichend Kapital für ihr Geschäft haben, wenn die Wirtschaft einbricht und die Immobilienpreise in den Keller rauschen.

Die EZB nahm 130 Banken im Euroraum unter die Lupe. 6 von ihnen kommen aus Luxemburg – darunter sind die Banque et Caisse d’Epargne de l’Etat, Clearstream Banking S.A., Precision Capital S. A. (Holding von Banque Internationale à Luxembourg und KBL European Private Bankers S.A.), RBC Investor Services Bank S. A., State Street Bank Luxembourg S.A. sowie UBS (Luxembourg) S. A..

Hintergrund der umfassenden Prüfungen ist der Start in die neue europäische Bankenunion: Am 4. November übernimmt die EZB die zentrale Aufsicht über die 120 führenden Banken im Euroraum. Das soll die grenzübergreifende Kontrolle verbessern und Risiken bei einzelnen Instituten oder in bestimmten Marktsegmenten frühzeitig offenbaren.