Eine steife Brise wehte am Freitagmorgen bei der Vorstellung am zukünftigen Standort des Windparks. So stark, dass der 100 Meter hohe Mast zur Standortanalyse nur mit Verspätung aufgestellt werden konnte. Die Voraussetzungen könnten demnach kaum besser sein. So jedenfalls sieht man es in Differdingen. Denn die dritt größte Stadt Luxemburgs plant nachhaltig.
Der Grundstein zum Projekt wurde schon vor zwei Jahren in den Köpfen der Gemeindeväter gelegt. Im Vordergrund standen Überlegungen, wie man in Differdingen ökologisch Strom erzeugen könnte um unabhängig von Atom- und Kohlekraftwerken zu sein. Die Idee reifte heran und nahm – nach Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden – die Form von Windrädern an.
Vier Stück auf einer Länge von knapp 1,2 Kilometern sollen sich in naher Zukunft über Differdingen im Wind drehen und die Stadt und ihre Einwohner mit Energie versorgen. Die Möglichkeit, den Park um ein fünftes Rad zu erweitern, hält man sich offen. «Ich schaue lieber auf die Windräder, als auf Cattenom» meinte Bürgermeister Roberto Traversini, wohlwissend, dass das Vorhaben nicht bei jedem Bürger auf Gegenliebe stoßen wird. Wohl auch, weil der Park in einer Natura 2000-Zone stehen wird.
Den ganzen Hintergrund über den neuen Windpark finden Sie in der Samstagsausgabe des Tageblatt.
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