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Die Preise gehen durch die Decke

Die Preise gehen durch die Decke

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Wohnungen werden in Luxemburg immer teurer. Besonders bei den Neubauten hat der Statec eine erhebliche Preiserhöhung festgestellt. Luxemburg und die umliegenden Gemeinden sind die teuersten.

Im Jahresvergleich hat sich im zweiten Trimester 2014 der durchschnittliche Kaufpreis für eine Wohnung um 3,8 Prozent erhöht. Das geht aus einer Studie des Statec hervor. Im ersten Trimester betrug die Steigerung noch 3,3 Prozent.

Für Neubauten musste man im ersten Trimester dieses Jahres 1,7 Prozent mehr bezahlen als vor einem Jahr. Diese moderate Preiserhöhung erklärt der Statec durch die hohe Anzahl von billigeren Bauprojekten im Südwesten des Landes. Im zweiten Trimester zogen die Preise aber wieder kräftig an, wird betont. Bei Altbauten beträgt die jährliche Preiserhöhung im ersten Trimester 2014 satte 5,8 Prozent. Im zweiten Trimester ist sie auf 3,5 Prozent gesunken.

Der allgemeine Baupreis, der Grundstückspreis ausgenommen, hat sich in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent erhöht.

Weniger Interessenten für Neubauten

Die massive Preiserhöhung hat zur Folge, dass weniger neue Appartements verkauft werden. Im zweiten Trimester 2014 hat sich die Zahl der Transaktionen im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres um 16,1 Prozent vermindert, so der Statec. Paradoxerweise wurde aber eine Zunahme der Baugenehmigungen in den Gemeinden festgestellt. Bei den existenten Wohnungen hat sich die Zahl der Kaufverträge innerhalb eines Jahres um lediglich 8,9 Prozent erhöht.

Der durchschnittliche Verkaufspreis eines bestehenden Appartements betrug zwischen dem 1. Juli 2013 und dem 30. Juni 2014 337.546 Euro. Das sind 4.230 Euro pro Quadratmeter. Für Neubauten musste man 425.989 Euro (5.265 Euro pro Quadratmeter) investieren.

Mehr Distanz = niedriger Preis

Die teuersten Wohnungen befinden sich in Luxemburg. Dort beträgt der druchschnittliche Quadratmeter-Preis für eine bestehende Wohnung 5.264 Euro und für eine neue Wohnung 6.586 Euro. Je weiter man sich von der Hauptstadt wegbewegt, desto stärker sinken die Preise. In Esch/Alzette beträgt der Quadratmeter-Preis, 3.842, respektive 4.289 Euro. Im Norden und im Nordosten wurden die niedrigsten Wonhungspreise verzeichnet. Die teuersten Gemeinden sind Luxemburg, Bartringen, Kopstal, Sandweiler und Strassen. Dort kostet ein «altes» Appartement durchschnittlich schon über 4.800 Euro pro Quadratmeter. In Wiltz und Clervaux sinkt dieser Preis unter 3.000 Euro.

Kleine Wohnungen mit weniger als 50 Quadrtatmetern kosten pro Quadratmeter mehr (4.719 Euro) als Wohnungen mit einer Fläche von über 130 Quadratmetern (3.852 Euro).

Im europäischen Vergleich steigen die Preise in Luxemburg, während sie in der Eurozone sinken, stellt Statec fest. Es gibt aber Unterschiede zwischen den Ländern. Zwischen den ersten Trimestern 2007 und 2014 hat der Statec in Luxemburg eine Preissteigerung von 25 Prozent ausgemacht. Die Preise in Belgien steigen, aber weniger schnell als in Luxemburg. In Deutschland erhöhen sich die Preise seit 2012 auch kontinuierlich. In Frankreich sinken sie jedoch.