Sonntag11. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

Der Tourismus boomte

Der Tourismus boomte

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

LUXEMBURG – Am 19. und 20. Oktober heiratete Erbgroßherzog Guillaume Gräfin Stéphanie de Lannoy. Die Tourismusbranche, besonders in der Hauptstadt, profitierte von diesem Event.

Schon die Zahlen der Presse-Präsenz in Luxemburg während es Wochenendes sprechen Bände. Es wurden 750 Akkreditierungen gezählt. 270 Journalisten von 90 Presseorganen deckten die Prinzenhochzeit ab. 140 Fotografen von 76 Medien sorgten für die richtigen Bilder. 75 Kameramänner von 25 TV-Stationen verfolgten die Gäste der Feier auf Schritt und Tritt. Dazu kamen 250 Techniker. Neun TV-Sender übertrugen die Hochzeit in die ganze Welt. Die Journalisten kamen aus Deutschland, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Dänemark, Schweden, Norwegen, Spanien, Italien, Großbritannien, Marokko, Russland, Japan, China und den USA. Die Presserevue der Hochzeit füllt ganze 1.400 Seiten.

Alle diese Leute mussten untergebracht und ernährt werden, betonte Mittelstandsministerin, Françoise Hetto-Gaasch in ihrer Antwort auf die parlamentarische Frage von Léon Gloden (CSV). Der Abgeordnete wollte wissen, ob der luxemburgische Tourismus von der Prinzenhochzeit profitiert hat.

Mehr Übernachtungen

Auch die Horesca (Gastronomieverband) ist zufrieden, so die Ministerin weiter. Der Verband habe eine Studie anfertigen lassen über den Einfluss, den die Hochzeit auf die Übernachtungszahlen hatte. Insgesamt standen 2.522 Hotelzimmer zur Verfügung der Gäste. Die Belegungsrate betrug am Freitag 85,34 Prozent und am Samstag 74,12 Prozent. Einige Hotels waren sogar ausgebucht, so Françoise Hetto-Gaasch. Normalerweise würde die Übernachtungsrate an den Wochenenden zwischen 48 und 65 Prozent liegen. Neben den Hotels machten auch die Kneipen gute Geschäfte am Hochzeitswochenende. Die Hotels außerhalb der Hauptstadt hätten aber keine Steigerung der Gästezahl festgestellt, wird in der Antwort betont.

Wie sieht es aber mit den Geschäften aus? Hier wurde keine signifikante Steigerung des Umsatzes festgestellt, sagte die CLC (Confédération luxembourgeoise de Commerce). Die Hochzeit hätte vor allem dem Image Luxemburgs genutzt. Die meisten Leute seien eher aus Neugier nach Luxemburg gekommen, und nicht zum Shoppen. Immerhin wurde aber am Samstag eine Umsatz-Steigerung von bis zu 20 Prozent gegenüber einem „normalen“ Samstag festgestellt. Die CLC betont in diesem Zusammenhang auch, dass viele Leute am „Mantelsonntag“ (21. Oktober), den Weg in die Hauptstadt gefunden haben.

Beim ONT und dem LCTO …

Beim ONT (Office national du Tourisme) hat man indes eine große Steigerung bei den Besuchen auf seiner Internetseite festgestellt. Zwischen dem 15. und dem 21. Oktober seien 37.090 Besucher auf der ONT-Seite gezählt worden. Das sei eine Steigerung von 246 Prozent in Vergleich zu 2011. Am Tage der kirchlichen Trauung habe man 8.385 Besuche gezählt, heißt es weiter in der Antwort der Ministerin. Und auch eine Woche nach der Hochzeit (22. – 28. Oktober) hätten mit 19.252 Besuchern deutlich mehr Leute als üblich Informationen auf der ONT-Webseite gesucht.

3.217 Personen fanden sich zwischen dem 15. Und 21. Oktober im Tourismusbüro des LCTO (Luxembourg City Tourist Office) ein, um Informationen über das Event zu erhalten. Während den Feierlichkeiten sprachen 1.946 Touristen die mobilen Mitarbeiter des LCTO an. Von Freitag bis Sonntag organisierte das LCTO 66 geführte Rundfahrten, an denen 2.640 Personen teilnahmen. Die Internetseite der hauptstädtischen Tourismusvereinigung besuchten am 19. und 20. Oktober insgesamt 7.490 Users: 78,7 Prozent davon waren Erstbesucher.