Freitag30. Januar 2026

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Der Pass, der alles weiß

Der Pass, der alles weiß
(Dhiraj Sabharwal)

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Ab dem 16. Februar gibt es einen neuen Reisepass in Luxemburg. Auf einem Chip werden sämtliche biometrischen Daten gespeichert. Er kostet 50 Euro.

Wer jetzt einen neuen Reisepass beantragt, wird ein neues Dokument mit Chipkarte bekommen. Ab dem 16. Februar müssen die ersten neuen Reisepässe ausgestellt werden. «Ansonsten bekommen wir Probleme mit der EU-Kommission,» sagt Außenminister Jean-Asselborn am Freitag.

Wo den Antrag auf den neuen Pass stellen?

In Luxemburg lebende Bürger müssen ihren Antrag auf einen Reisepass bei der Gemeindeverwaltung ihres Wohnsitzes stellen.
Im Ausland lebende Luxemburger wenden sich an die dort für das Land zuständige diplomatische Vertretung oder gleich an das Passbüro in Luxemburg.

Von außen hat sich an dem Dokument nichts verändert. Innen sieht es aber ganz anders aus. Neue Motive und ein Chip warten auf den Inhaber. Auf dem Chip werden biometrische Daten abgespeichert. Laut Asselborn können Zollbehörden aber die Bewegungen der Bürger immer noch nicht verfolgen, sprich wann und wohin man als Bürger unterwegs ist.

150 Euro

Die alten Pässe behalten aber nach dem 16. Februar weiterhin ihre Gültigkeit bis zum Ablaufdatum. Der neue Pass kostet 50 Euro. Wer in der Eile ist, zahlt 150 Euro (also 50 + 100 Euro zusätzlich, wenn man z.B. am Vortag einen neuen Pass beantragt).

Die EU-Staaten haben nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 die Einführung biometrischer Pässe beschlossen und 2004 ein entsprechendes Gesetz verabschiedet. Sie versprechen sich vom ePass mehr Fälschungssicherheit und weniger Missbrauch durch andere Personen.