Sonntag18. Januar 2026

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Becca-Schuld wurde beglichen

Becca-Schuld wurde beglichen
(dpa)

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Am Montag hatte der Schöffenrat Luxemburgs vom Gemeinderat die Genehmigung bekommen, gegen den Olos-Fonds von Unternehmer Becca gerichtlich vorzugehen. Am Dienstag hieß es dann: Die Schuld wurde beglichen.

Der Unternehmer Flavio Becca schulde mit seinem Olos-Fonds der Gemeinde Luxemburg 4,2 Millionen Euro. Das wurde am Montag quasi in einem Nebensatz während der Gemeinderatssitzung bekanntgegeben. Es geht um das Millionenprojekt im «Ban de Gasperich» und die Finanzierung von neuen Immobilienprojekten, darunter eine Shoppingmeile. Der Schöffenrat wollte die Genehmigung der Räte, rechlich gegen die Firma vorzugehen. Laut Gemeinderätin Lydie Polfer (DP) habe man lange genug auf das Geld gewartet.

Auf Tageblatt-Nachfrage teilte Bürgermeister Xavier Bettel am Dienstagnachmittag dann mit, er sei vom Finanzdienst der Gemeinde informiert worden, dass das Geld eingetroffen sei. Kurz zuvor hatte Becca-Sprecher Carlo Rock Gerüchte über Schulden gegenüber der Stadt Luxemburg dementiert.

Laut einem Bericht der Unternehmensprüfunggesellschaft PwC (Stand 2012) ist der Olos-Fonds zu zwei Drittel mit Hypotheken belastet. Am südöstlichen Stadtrand sollen in naher Zukunft auf rund 70 Hektar Wohnungen, Gewerbeflächen, darunter ein Einkaufszentrum sowie Parkanlagen entstehen.

Geldspritze

Es ist nicht die erste Baustelle, die Becca Sorgen bereitet. 2012 stoppte die Regierung nach langwierigen Streitereien um die Planung und Finanzierung das Projekt Fussball-Stadion-Einkaufsmeile in den Liwinger Wiesen. Hinter den Kulissen und in den Medien wurden über Monate juristische Schlammschlachten geführt.

Ende Juni 2013 verkaufte Flavio Becca im Radsport die WorldTour-Linzenz von seiner Betreiberfirma Leopard SA an Trek. Laut Medienberichten hatte er seine Kreditlinie überschritten. Zahlreiche Spitzenfahrer, darunter die Schleck-Brüder beschwerten sich über ausbleibende Gehaltszahlungen.

Der damalige Team Manager Johann Bruyneel hatte Becca 1,5 Millinen Euro geliehen, damit die World-Tour-Lizenz nicht verlorgen ging. Bruyneel musste sich das Geld später vom Unternehmer vor Gericht zurückstreiten.