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Ausländische Mailadressen gehackt

Ausländische Mailadressen  gehackt

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Bei dem Datenklau in Deutschland sind nicht nur einheimische, sondern auch ausländische Mailadressen dem Hackerangriff zum Opfer gefallen sein. Ob Luxemburger E-Mail-Konten gehackt wurden, ist noch immer nicht gewußt.

Nach dem millionenfachen Klau von Online-Zugangsdaten steigt die Zahl der Anfragen besorgter Internetnutzer bei der zuständigen deutschen Behörde weiter. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) habe auf einer eigenes eingerichteten Webseite inzwischen 12,6 Millionen Anfragen erhalten, sagte Behördenchef Michael Hange am Mittwoch bei einer Konferenz zur Cybersicherheit in Berlin. Die Menschen können dort überprüfen, ob ihre E-Mail-Daten gekapert wurde.

Die Zahl der Betroffenen liege mittlerweile bei 884.000, sagte Hange. Das BSI gehe von etwa acht Millionen Betroffenen in Deutschland aus. Zum Teil handele es sich bei den gestohlenen Daten auch um veraltete und ausländische Mailadressen. Ob Luxemburger E-Mail-Konten geknackt wurden, ist noch nicht gewusst. «Das nationale CERT/CIRCL (Computer Incident Response Center Luxembourg) hatte am Dienstag bei Bekanntwerden des Falls das BSI kontaktiert. Auf Nachfrage Tageblatt.lu teilte Cases mit, dass es noch keine Informationen bezüglich gehackter Luxemburger Konten gäbe. Auch bei der Post konnte bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht herausgefunden werden, ob der Hacker-Angriff Luxemburger geschadet hat.

In einer Mitteilung am Mittwochmorgen erinnert Cases lediglich an wichtige Fragen, die der betroffene Internetnutzer sich immer wieder stellen soll. Warum komplexe Passwörter benutzen, wie wichtig ein gutes Passwort sein kann, wie man seine Passwörter besser verwalten kann, wie oft man sein Passwort wechseln soll, und schlussendlich, wo man seine Passwörter überprüfen kann.

16 Millionen Konten

Die oberste Behörde für die IT-Sicherheit in Deutschland hatte am Dienstag mitgeteilt, dass 16 Millionen Benutzerkonten gekapert worden seien. Die BSI-Webseite, auf der Menschen überprüfen konnten, ob sie betroffen sind, ging schon kurz darauf unter der Flut der Anfragen in die Knie. Hange versicherte, das BSI wolle aus dem Fall lernen und eine detaillierte «Manöverkritik» dazu machen.

Die IT-Beauftragte der Bundesregierung, Cornelia Rogall-Grothe, sagte bei der Konferenz mit Blick auf den massenhaften Identitätsdiebstahl: «Wir müssen damit rechnen, dass wir in Zukunft öfter solche Vorfälle haben werden.» Sie kündigte an, die Regierung wolle die Kapazitäten beim BSI ausbauen. Hange begrüßte diese Zusage.