Die Wirtschaft habe in der zweiten Jahreshälfte 2013 Schwung aufgenommen und diese Entwicklung «sollte sich 2014 verstärken», sagte IWF-Direktorin Christine Lagarde am Mittwoch (Ortszeit) in Washington. Verantwortlich dafür seien vor allem die Industrieländer.
Die IWF-Chefin wollte ihre Analyse nicht in Zahlen fassen und verwies auf die für kommende Woche erwartete offizielle IWF-Prognose. Lagarde sagte allerdings, die Weltwirtschaft bleibe auch fünf Jahre nach der Finanzkrise unter ihrem Potenzial von rund vier Prozent jährlichem Wachstum. «Das weltweite Wachstum ist immer noch zu gering, zu fragil und zu ungleich verteilt», sagte Lagarde.
Sie warnte außerdem, es gebe «ein wachsendes Risiko für eine Deflation, die katastrophal für die Erholung sein könnte». Lagarde verwies darauf, dass die Inflation in vielen Staaten unterhalb des von den jeweiligen Zentralbanken vorgegebenen Ziels liege. Die Notenbanken sollten erst dann zu einer «konventionelleren Geldpolitik» zurückkehren, wenn das Wirtschaftswachstum stabiler sei, mahnte die IWF-Chefin. In der Eurozone, wo die Arbeitslosenquote «weiterhin besorgniserregend» sei, könne in Sachen Geldpolitik noch mehr getan werden, befand Lagarde.
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