Als Hauptursache für die verdorbene Eröffnungsfeier wurden erhebliche Defizite an der Brandschutzanlage genannt. Tageblatt-Aero besuchte die Berliner Großbaustelle, denn als solche ist der Flughafen zurzeit noch eingestuft, und konnte sich so ein Bild vor Ort machen. Das obligatorische Tragen von Schutzhelm, -stiefeln und Sicherheitsweste war das eindeutige Indiz dafür, dass hier noch so manches zu tun bleibt.
2.000 Fußballplätze
Am zukünftigen Berlin Brandenburg Airport ist weit und breit kein Flugzeug in Sicht, am riesigen Flughafengelände, welches der Größe von 2.000 Fußballplätzen entspricht und mitten im Nichts liegt, herrscht schon fast eine gespenstische Leere. Die hier wahrzunehmenden Fluggeräuche stammen vom anliegenden alten Schönefeld-Flughafen SXF und untermalen die Rhythmen von klopfenden Hämmern der zahlreichen Bauarbeiter.
Mit Schutzfolien bedeckte und trotz allem verstaubte Abfertigungsschalter, von der Decke herunterhängende Kabelstränge und die unzähligen Baugerüste machen auch dem Laien klar, dass es eine Illusion war, mit diesem Flughafenterminal an den Start gehen zu wollen. Bis zur Eröffnung des BER , die für den 27. Oktober im Jahre 2013 (!) vorgesehen ist, wird der Flugverkehr weiterhin über die beiden noch bestehenden Flughäfen Schönefeld SXF und Tegel TXL abgewickelt.
250.000 Flugzeuge
Auch wenn es im Terminal noch chaotisch aussieht, so ist die Lage auf dem eigentlichen Flughafen rund um den 72 Meter hohen Tower, übrigens der zweithöchste Kontrollturm Deutschlands, wesentlich besser. Von hier aus sollen künftig 250.000 Flugzeuge im Jahr, im Schnitt 700 Maschinen täglich, die Start- und Landeerlaubnis erhalten.
Die Gesamtfläche für den Flugbetrieb ist mehr als 1,8 Millionen Quadratmeter groß und die neue südliche Start-und-Lande-Bahn ist, genau wie die auf Findel, 4.000 Meter lang.
Der BER verfügt über 85 Flugzeug-Parkpositionen und mit seinen 16 Fluggastbrücken am Hauptpier und weiteren neun am Südpier wird er nach seiner Fertigstellung der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland sein. Zur Inbetriebnahme hat der Flughafen, der den Namen des früheren Bundeskanzlers Willy Brandt trägt, eine Kapazität von 27 Millionen Fluggästen, die sogar auf bis zu 45 Millionen Passagiere erweitert werden kann.
Ein sechsgleisiger Bahnhof befindet sich direkt unter dem Terminal und im 15-Minuten-Takt werden die Züge zwischen dem BER und dem Zentrum Berlins verkehren. Die im Zehn-Minuten-Takt fahrende S-Bahn und Busverbindungen ergänzen das Angebot des öffentlichen Transports und optimal wird der Airport auch über die eigene Autobahnauffahrt der A113 zu erreichen sein.
Zu Demaart



















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