Donnerstag15. Januar 2026

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«Auch Index kein Tabu-Thema»

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Belgien und Luxemburg gehören zu den wenigen EU-Ländern mit einer regelmässigen Anpassungen der Löhne an die Preisentwicklung. In Belgien wollen die regierenden Sozialisten das Index-System überdenken.

Die Sozialministerin Belgiens Laurette Onkelinx (PS) schließt eine Reform des Index-Systems nicht aus. Wie in Luxemburg werden die Löhne und Renten in Belgien regelmäßig an die Preisentwicklung angepasst. Für den PS werde es keine Tabus geben, sagte Onkelinx am Montagmorgen auf rtbf. Sogar eine Reform des automatischen Lohnindexes sei möglich. „Sollte man mir ein besseres System vorschlagen, warum nicht“, so Onkelinx. Die hohen Löhne zu desindexieren, sei derzeit keine Lösung, sagte sie jedoch. Der Index war am Wochenende auch ein Thema beim PS-Kongress gewesen.

Zur Debatte steht wie in Luxemburg auch, eine Deckelung des Indexes, das heißt ein festgesetzter Betrag für höhere Einkommen ab einer bestimmten Gehaltshöhe. Die Idee wird insbesondere von Wirtschaftskreisen vertreten.

In der Zwischenzeit plant die Regierung an einer weiteren Abänderung des Warenkorbs, der die Grundlage des automatischen Indexsystems darstellt. Bereits im Januar wurden in Belgien erstmals auch die Preise des Winterschlussverkaufs beim Index mitberücksichtigt. Nächstes Jahr soll der Warenkorb genauer am Verhalten der Konsumenten ausgerichtet werden, insbesondere beim Einkauf in Großkaufhäusern oder im Telekom-Bereich.