«Wir brauchen ein europäisches Einwanderungsgesetz», fordert der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn am Samstag in einem Interview im Deutschlandfunk. Flüchtlingsströme würden die gesamte Union herausfordern. Aus diesem Grund setzt sich Asselborn für eine dringende Harmonisierung der verschiedenen Asylverfahren ein.
«In den Köpfen der Menschen sind Großbritannien und Deutschland», so Asselborn. In Großbritannien dauere das Verfahren zur Annerkennung nur zwei Monate. Danach erhoffen sich die Flüchtlinge, einer Arbeit nachgehen zu können. In anderen Ländern wie beispielsweise Griechenland oder Italien dauere die Prozedur wesentlich länger. Flüchtlinge wollen dort nicht bleiben.
Appell an Afrika
Auch hat der luxemburgische Außenminister an die Verantwortung der afrikanischen Staaten appeliert. Vor allem junge Leute würden ihre Heimat verlassen. Damit gingen den Staaten die besten Arbeitskräfte verloren.
Kritik gilt ebenfalls den Schmugglern. Mafiöse Unternehmungen in Libyen, die für das rücksichtslose Beladen von Schiffen verantwortlich sind, müssen unterbunden werden. Asselborn wünscht sich eine bessere Koordination zwischen Europol und Interpol.
Lesen Sie auch:
Neuer Flüchtlingsrekord in Griechenland
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können