Der syrische Bürgerkrieg dauert inzwischen über zwei Jahre. In dieser Zeit habe sich die humanitäre Lage erheblich verschlechtert, heißt es in einer Mitteilung der Luxemburger Regierung. Die medizinische Versorgung sei schlecht. Es mangelt an Trinkwasser. Die Jugendlichen haben keine Ausbildungsmöglichkeiten mehr. Seit März 2011 haben mehr als 100.000 Syrer ihr Leben durch die anhaltenden Kämpfe verloren. Mehr als 4 Millionen Menschen haben kein Dach mehr über dem Kopf. Über 7 Millionen Personen würden in Not leben. Dazu kommen 2 Millionen Flüchtlinge in Jordanien, im Libanon, in der Türkei, im Irak und in Ägypten. Drei Viertel dieser Flüchtlinge sind laut UN-Flüchtlingskommissariat Frauen und Kinder. Bis Ende des Jahres könnte die Zahl der Flüchtlinge die 3-Millionen-Marke überschreiten.
Die Anstrengungen der Hilfsorganisationen allein reichen nicht aus, um das Leid dieser Menschen zu lindern, so die Regierung. Die öffentliche Hand müsse helfen. 2012 hat Luxemburg eine huminitäre Hilfe von 2 Millionen Euro gewährt. Bei einer Spender-Konferenz in Kuwait hat die Regierung im Januar 2013 eine weitere Hilfe von 3 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Seit März fließt das Geld an die Hilfsorganisationen. Im April dieses Jahres dann wurde ein weiteres Hilfspaket von einer Million Euro bewilligt. Schließlich entschied die Regierung im Juli 2013, dem Hochkommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge 500.000 Euro zukommen zu lassen.
Die Lage der Vertriebenen bleibe jedoch kritisch, so die Regierung weiter, zumal jetzt der Winter vor der Tür steht. Deshalb wird Luxemburg eine zusätzliche Million an seine humanitären Partner überweisen. Das Gesamtvolumen der Syrien-Hilfe werde dann 7,6 Millionen Euro betragen.
4,4 Millionen Euro seien an die UNO (Flüchtlingskommissariat, Ernährungsprogramm, Notfallfonds für Syrien …) gegangen, 2,3 Millionen an luxemburgische Hilfsorganisationen (Caritas, Handicap International, Care, SOS Villages). Leider sei die Hilfsbereitschaft gesunken, bedauert die Regierung. Den Organisationen zufolge würde der Spendenbetrag von Privatleuten kontinuierlich sinken.
Zu Demaart
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