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75 Neue Fälle bisher in diesem Jahr

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In Luxemburg wird auch dieses Jahr wieder eine Sensibilisierungskampagne gegen Aids gestartet. Weltweit bekommen dank staatlicher und privater Spenden immer mehr arme HIV-Infizierte lebenserhaltende Therapien, die sie allein nicht bezahlen könnten.

Am 1. Dezember findet der weltweite Aids-Tag statt. Dieses Jahr steht der Sensibilisierungstag unter dem Motto «Null Neuansteckungen, Null Diskriminierung, Null Aids-Tote». 2011 lebten weltweit etwa 34 Millionen Menschen mit dem HI-Virus und 1,7 Millionen Menschen starben an den Folgen des Viruses.

In Luxemburg zählte das Aids-Überwachungskomitee bis zum 23. November 75 neue HIV-Fälle. Somit ist der Rekord vom letzten Jahr (72 Neuansteckungen) noch vor Ende des Jahres gebrochen worden. Um weitere Neuansteckungen zu vermeiden werden in diesem Jahr in Luxemburg die HIV-Tests ins Rampenlicht gestellt. Eine Früherkennung der Krankheit vereinfacht die Behandlung und vermeidet eine weitere Ansteckung, wird in der Mitteilung des Gesundheitsministeriums betont.

Vorbeugen

Anlässlich des Aktionstages werden im Großherzogtum des Weiteren Broschüren verteilt, wo die verschiedenen Übertragungswege aufgeführt werden. Plakate werden im Land auf die Krankheit aufmerksam machen. In den Kinos werden Spots gezeigt. Auf der Internetseite www.sante.lu wird ab dem 1. Dezember ein Spezialdossier «HIV» online gestellt.

Anonym testen kann man sich in Luxemburg an folgenden Stellen:
– Centre hospitalier de Luxembourg (CHL) (Montags bis Freitags von 7 bis 15 Uhr),
– Nationales Gesundheitslaboratorium (Monatags bis Freitags von 7.30 bis 16 Uhr),
– Centre hospitalier Emile Mayrisch (CHEM) (Montags bis Freitags von 7 bis 17 Uhr),
– Centre hospitalier du Nord (CHN) (Montags bis Freitags von 10 bis 14 Uhr).

Immer mehr Arme lassen sich behandeln

Weltweit scheinen die Information und Sensibilisierung indes erste Früchte zu tragen. Die Zahl der neuen Fälle sinkt, die Zahl der Menschen, die sich behandeln lassen steigt. Die Zahl der Patienten, für deren Behandlung der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria aufkommt, stieg seit Ende 2011 weltweit um rund 900 000 auf 4,2 Millionen. Das teilte der Fonds am Donnerstag in Genf aus Anlass des Welt-Aids-Tages mit (1. Dezember).

Die Zahl der Schwangeren, die antiretrovirale Therapien erhalten, um eine Übetragung des HI-Virus auf ihre Babys zu verhindern, stieg dabei seit Ende 2011 von 1,3 Millionen auf 1,7 Millionen. «Ich bin sehr froh, dass wir diese Behandlungen insgesamt für fast eine Million bedürftige Menschen mehr als bisher ermöglichen können», sagte der Generaldirektor des Hilfsfonds, Gabriel Jaramillo.

Dadurch sei zum Beispiel erreicht worden, dass in mehreren Ländern Afrikas sowie in Kambodscha mehr als 80 Prozent aller HIV-Infizierten antiretrovirale Therapien erhalten. Abgesehen von Spenden habe dazu auch beigetragen, dass die Medikamente deutlich billiger seien als noch vor einigen Jahren. Deutschland hat in diesem Jahr mit 200 Millionen Euro den drittgrößten staatlichen Beitrag für den Fonds geleistet, der bislang jährlich mehrere Milliarden Dollar zur Aids-Bekämpfung in über 140 Ländern einsetzen konnte. Der mit Abstand größte Geldgeber des 2002 gegründeten Fonds sind die USA.