Donnerstag15. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

70 Prozent bildeten sich 2012 weiter

70 Prozent bildeten sich 2012 weiter

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Die Erwachsenen im Land sind überdurchschnittlich wissbegierig. Das ergab eine Studie zur beruflichen Weiterbildung, die auf nationaler und internationaler Ebene gemacht wurde.

2012 wurde erstmals eine solche Untersuchung in Luxemburg durchgeführt. 3.300 Einwohner des Landes, im Alter von 25 bis 64 Jahren, wurden befragt. In Betracht gezogen wurden sowohl die formalen Kurse als auch nicht formale Bildung und informelles Lernen.

Das statistische Amt stellte fest, dass 70 Prozent der Bevölkerung in den zwölf Monaten vor Beginn der Studie eine Weiterbildung in dieser oder jener Form absolviert hatten. Damit positioniert sich Luxemburg – gemeinsam mit den skandinavischen Ländern und den Niederlanden – auf einem europäischen Spitzenplatz in Sachen Erwachsenenbildung.

Die Statistiker stellten fest, dass das bereits erreichte Bildungsniveau ausschlaggebend ist für die Bereitschaft, weiter zu lernen. So nehmen 55 Prozent jener Einwohner, die eine untere Sekundarschulausbildung gemacht haben an Weiterbildungskursen teil, bei jenen mit einem Sekundarschulabschluss steigt die Quote auf 68 Prozent und bei Absolventen weiterführender Studien auf 82 Prozent.

Erneut auf die Schulbank

Etwa 10 Prozent der Erwachsenen haben formale Kurse im Rahmen des Schulsystems belegt. Dieser Anteil ist höher bei den Jugendlichen im Alter von 25 bis 34 Jahren, die 18 Prozent erreichen, als bei älteren Erwachsenen, die aber noch auf 6 bis 9 Prozent kommen.

Als nicht formale Erziehung werden institutionalisierte Schulaktivitäten bezeichnet, die sich außerhalb der nationalen Programme ansiedeln. Dies sind verschiedene Kurse, Weiterbildung am Arbeitsplatz, Werkstätten und Seminare sowie Sonderkurse. 68 Prozent der Erwachsenen nahmen an solch einer Fortbildung teil. 75 Prozent dieser nicht formalen Kurse dienen dem Beruf, das restliche Viertel der persönlichen Entfaltung. Die Hälfte der Befragten gab außerdem an, informelle Weiterbildung (eigenständiges Lernen) praktiziert zu haben.

Die Studie beschäftigt sich weiter mit den sprachlichen und den Informatikkenntnissen der Einwohner. Knapp 95 Prozent der Befragten, deren Muttersprache Luxemburgisch ist, geben an, in vier Sprachen (inklusive der Muttersprache) oder mehr zurecht zu kommen. Bei jenen, die eine andere Muttersprache haben, sinkt dieser Prozentsatz auf 72,5.