Der zehnte Fünfjahresplans zur Finanzierung von Sporteinrichtungen wurde noch von der CSV/LSAP-Koalition im März 2013 eingebracht und unverändert von der Gambia-Koalition übernommen. Der Gesetzentwurf wurde im Februar dieses Jahres vom Parlament angenommen.
Am Dienstag wurden im Beisein von Sportminister Romain Schneider im parlamentarischen Sportsausschuss Details über den Fünfjahresplan preisgegeben. Eine erste Liste der subventionierten Projekte wurde von den Parlamentariern gutgeheißen. Insgesamt werden 60 Millionen Euro in neue Sportinfrastrukturen investiert.
Filetstück Stadion
Das meiste Geld davon fließt in das neue Fußballstadion, das auf Kockelscheuer entstehen soll. Insgesamt sind 21 Millionen Euro für dieses Projekt vorgesehen, erklärte die Vorsitzende des parlamentarischen Ausschusses Cécile Hemmen Tageblatt.lu.
Als Basis für die weiteren Planungen dient das von der FLF gemeinsam mit der Architektin Arlette Feierstein ausgearbeitete Vor-Projekt des Um-/Neubaus des Josy-Barthel-Stadions. Das Renovierungsprojekt wurde inzwischen fallengelassen. Man entschied sich für einen kompletten Stadionneubau auf Kockelscheuer.
Die 60.000 Euro die für die Vorstudie ausgegeben wurden, seien aber nicht verloren, so Hemmen. Die Schlussfolgerungen der Vorstudie werden einfach ins Stadion-Projekt auf Kockelscheuer integriert. Das neue Fußballstadion soll in etwa so groß sein wie das Stade Josy Barthel. Neben den Fußballern soll es auch von den Rugbyspielern genutzt werden.
Fast 40 Millionen für andere Projekte
39 Millionen stellt der Staat für die anderen Projekte bereit. Zwei Sportzentren (mehrere Gebäude oder Komplexe) in Oberkorn und in Düdelingen bekommen Geld, ebenso wie vier Multisport-Sporthallen (in verschiedene Teile teilbare Hallen) in Goesdorf, Lorentzweiler, auf dem Cents und in Weiswampach. Des weiteren werden vier Sporthallen (nicht teilbare Hallen mit einer Größe von 27X15 Metern) subventioniert. Sie liegen in Ell, Linger, Clausen und Rümelingen. Der «Schulsportssaal» in Saeul wird ebenfalls mit staatlicher Hilfe gebaut. Einige der Projete sind schon weit fortgeschritten, andere befinden sich noch in der Planungsphase, betonte Cécile Hemmen am Dienstag.
Auch Schwimmbäder erhalten staatliche Beihilfe, so zum Beispiel die Schulschwimmbäder auf Cents und in Schifflingen. Subventioniert wird auch das offene Schwimmbad in Ulflingen. Es wird auch Geld bereitgestellt für das nationale Karatezentrum in Strassen. Neue Fußballfelder sind in Böwingen/Attert, in Diekirch und in Weidingen/Wiltz geplant. In Hobscheid hilft der Staat bei der Schaffung von Umkleideräumen und in Remerschen an den Baggerweihern werden mit staatlicher Hilfe neue Ruderinfrastrukturen geschaffen. In Wiltz schließlich soll eine neue Freiluft-Kletterwand mit Skaterpark entstehen.
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