Die Journalisten gehörten zu einer Gruppe von insgesamt 44 Angeklagten, die in dem Verfahren angeklagt seien, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Die Staatsanwaltschaft wirft Angeklagten auch Mitgliedschaft in einer bewaffneten Organisation vor.
Die Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) kritisiert den Prozess. «Die türkische Regierung missbraucht das umstrittene Antiterrorgesetz, um unliebsame Stimmen in den Medien zum Schweigen zu bringen», teilte die Organisation in Berlin vor dem beginn des Prozesses mit. Sie forderte «die Freilassung der zum Teil unter konstruierten Vorwürfen festgenommenen Kollegen».
Linksgerichtete und prokurdische Medien
Die angeklagten Journalisten gehören überwiegend linksgerichteten und prokurdischer Medien an. Ihnen wird vorgeworfen, die Union Kurdischer Gemeinschaften (KCK) unterstützt zu haben, die von türkischen Behörden als ziviler Arm der PKK eingestuft wird.
In der Türkei sitzen nach Angaben von ROG derzeit mehr als 90 Journalisten im Gefängnis. Ihnen würden meist Straftaten nach dem umstrittenen Antiterrorgesetz zur Last gelegt. Weil die Türkei Gefangene übermäßig lange in Untersuchungshaft hält, wird das Land immer wieder international kritisiert. Eine Reform des Antiterrorgesetzes im Juli 2012 habe nur geringfügige Verbesserungen gebracht, erklärte ROG.
Zu Demaart
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