Donnerstag22. Januar 2026

Demaart Zu Demaart

Headlines

30 Milliarden belgische Euro in der Schweiz

30  Milliarden belgische Euro in der Schweiz

Jetzt weiterlesen !

Für 0,99 € können Sie diesen Artikel erwerben.

Oder schließen Sie ein Abo ab.

ZU DEN ABOS

Sie sind bereits Kunde?

Belgische Steuerflüchtlinge haben mehr als dreißig Milliarden Euro in der Schweiz gebunkert. Nun will der belgische Fiskus kassieren. Die Schweiz schlägt ein Abkommen vor.

Belgiens Aussenminister Didier Reynders ist optimistisch. Ein Drittel der aus Belgien auf Schweizer Konten gehorteten Gelder könnte zurück nach Belgien fließen. Rund dreißig Milliarden Euro sollen in Bankhäusern der Alpenrepublik lagern, so Schätzungen. Wenn man die mit 30 Prozent besteuert, kommen rund zehn Milliarden Euro zurück nach Belgien, sagte Reynders am Donnerstag auf RTBF.

Logo" class="infobox_img" />Außenminister Didier Reynders (Foto: dpa)

Reynders zufolge hat die Schweiz Belgien ein Abkommen vorgeschlagen, das die Situation belgischer Steuerflüchtlinge regularisieren würden. In einer ersten Etappe würden die Guthaben pauschal besteuert, anschließend würde eine Abgeltungssteuer entrichtet, deren Ertrag nach Brüssel überwiesen würde.

Zuerst 34 dann 25 Prozent Steuer

Der Schweizer schlagen eine einmalige Pauschalsteuer von 34 Prozent auf die 30 bis 34 Milliarden Euro vor. Die Jahressteuer würde dann bei 25 Prozent liegen, so Reynders.

Das Vorhaben wird in Belgien kritisiert. Einzelne Parteien sagen, die Aktion würde einer Geldwäsche gleichkommen, da die Steuersünder sich damit einer strafrechtlichen Bestrafung und einer noch höheren Geldstrafe entziehen würden.

Reynders hingegen gefällt die Idee scheinbar. Die Steuersünder würden in Zukunft zahlen, während sie heute nichts zahlen. Als Finanzminister hatte Reynders eine ähnliche Regularisierungsoperation u.a. mit Luxemburg vereinbart. Die Schweiz hat ihrerseits bereits Abkommen mit Deutschland und Großbritannien abgeschlossen.

Laut belgischer Nachrichtenagentur Belga bevorzuge die Brüsseler Regierung jedoch eine andere Lösung mit der Schweiz: die Aufhebung des Bankgeheimnisses. Reynders regte seinerseits eine Debatte im Parlament oder im Finanzministerium vor.