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14,8 Millionen Euro für Flüchtlingshilfe

14,8 Millionen Euro für  Flüchtlingshilfe
(Ifinzi)

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14,8 Millionen Euro stellt das Hilfswerk Oeuvre nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte für Projekte zum Empfang und zur Integration der Flüchtlinge bereit.

Wie in anderen Länder auch steigt in Luxemburg die Zahl schutzbedürftiger Personen. Allein im Monat November stellten 423 Menschen einen Asylantrag in Luxemburg. Insgesamt wurden in diesem Jahr bisher 2.018 Anträge eingereicht. Die meisten Schutzsuchenden kamen aus den Kriegsgebieten Irak, Syrien und Afghanistan.

Den kommunalen Stellen und Nichtregierungsorganisationen will die Oeuvre nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte nun unter die Arme greifen. 14,8 Millionen Euro stellt sie für entsprechende Projekte bereit, wurde am Donnerstag gesagt. Davon gehen 10 Millionen Euro an Projekte von Nichtregierungsorganisationen und der kommunalen Sozialämter. Weitere 4,8 Millionen Euro stehen ausschließlich für die Sozialämter bereit.

Förderung

Gefördert werden u.a. Sprachkurse für Flüchtlinge (luxemburgisch, französisch und deutsch) und Projekte zur Schaffung von Unterkünften. Unterstützt würde ebenfalls die Schaffung von Wohnraum für andere sozial schwache Haushalte, heißt es seitens des Hilfswerks.

Die Projekte können bis Ende Mai 2016 eingereicht werden. Eine Jury wird über die Projekte befinden. Zusammengesetzt ist sie aus Vertretern des Olai, des Dachverbands der Sozialämter und Nichtregierungsorganisationen.

Erlös

Die Oeuvre nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte wurde Weihnachten 1944 gegründet. Ihre Hauptmission bestand damals darin, den Opfern des Zweiten Weltkriegs Soforthilfe zu gewähren. Allein im Jahr 2013 gewährte sie Hilfe in Höhe von 17,5 Millionen Euro. Der Löwenanteil ihrer Mittel (Link) fließt heute in den Fonds national de Solidarité, etwa 6 Millionen Euro, und an die kommunalen Sozialämter.

Die Einnahmen bezieht das Hilfswerk aus den Erlösen der Loterie Nationale. Präsident ist Pierre Bley, bisher Hofmarschall.

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Präsident Pierre Bley bei der Vorstellung des Projekts der Oeuvre (Foto: Alain Rischard)