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Tagebuch eines «Agenten»

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„Wou et dämpt do ass Feier, a wou et knuppt do ware mir!“ (S. 32) „Codenumm Melusina“ heißt das neu veröffentlichte Buch von Annemarie Kohn und Pierre Heinen. Es basiert auf der „Bommeleeër“-Affäre aus den 1980er-Jahren.

Am Anfang des Buches wird ein Brief gezeigt, der auf den ersten Blick für Verwirrung sorgt, was relativ passend zum Thema ist, da es sich ja um eine geheime Mission handelt. Die Autoren von „Codenumm Melusina“ haben sich an dem wieder aktuellen „Bommeleeër“-Fall inspiriert und auf raffinierte Art und Weise die Ereignisse der 1980er-Jahre in Luxemburg dargestellt, indem sie ihrem Protagonisten die Rolle eines Agenten geben, der in den Fall verwickelt ist.

Logo" class="infobox_img" />Das Cover des Buches. (Tageblatt)

In Form eines Tagebuchs

Das Buch wurde von diesem fiktiven Agenten mit Codenamen „Melusina“ in Form eines Tagebuchs geschrieben. Alle vorkommenden Personen wurden frei erfunden und tragen Namen, die direkt mit der Luxemburger Geschichte zu tun haben. So tauchen außer Melusina auch Dicks, Siggi und Renert auf. Einige Handlungen dagegen, wie zum Beispiel die Daten und die Orte der Attentate, basieren auf reellen Fakten. Der Leser hingegen wird schnell merken, dass es sich um frei erfundene Szenarien oder eben um Spekulationen handelt, wenn man den Protagonisten bei seinen Einsätzen begleitet.

Das Buch ist so aufgebaut, dass der Leser sowie der Erzähler größtenteils im Dunkeln tappen und dass er oder die Auftraggeber im Buch, genauso wie in der Realität, anonym bleiben.

So ähnlich könnte es gewesen sein …

Wie auch im realen Fall sind die Geschehnisse, Motive und Täter verschleiert, aber das Buch gibt interessante, wenn auch fiktive Einblicke, wie sich die Ereignisse abgespielt haben könnten.
„Codenumm Melusina“ bietet einen „Schnupperkurs“ in die „Routine“ eines Geheimagenten an und bringt den Leser auf den Geschmack, wie der Alltag eines Agenten in etwa ablaufen könnte.

Jedoch muss man hinzufügen, dass das Buch natürlich keine neuen, relevanten Indizien oder Enthüllungen im „Bommeleeër“- Fall aufdeckt. Die Autoren beteuern denn auch, dass ihr Werk rein fiktiv ist. Das Buch hat auf jeden Fall das Potenzial, Aufsehen zu erregen, ist packend und bringt den Leser zum Nachdenken.