Initiiert wurde die Debatte über Medienerziehung und insbesondere das neue Schulfach in den Lyzeen, Digital Sciences, von der LSAP-Abgeordneten Francine Closener. Das Fach war im Vorjahr in mehreren Lyzeen als Pilotprojekt eingeführt worden. Seit der letzten „Rentrée“ steht es auf den Lehrplänen in den 7e-Klassen sämtlicher Sekundarschulen. Den ersten Kontakt mit der neuen digitalen Welt haben die Kinder bereits in der Grundschule mit dem Fach Kodieren.
Einmal wöchentlich werden in Digital Sciences sechs Themen besprochen: „Meine digitale Welt und ich“ mit dem Schwerpunkt Kommunikation, „Der World Wide Web und ich“ mit dem Fokus auf kritischem Denken, Big Data, Programmierung, Robotik und Künstliche Intelligenz. Ein ziemlich umfangreiches Programm, befand Closener. Ob in diesem Fall weniger nicht mehr wäre, fragte sie und ging dabei auf die Kritik von Lehrkräften ein. Diese befürchten, dass in lediglich einer Wochenstunde keines der Themen wirklich tiefgründig behandelt werden könne. Auch seien nicht genügend Übungen in den einzelnen Bereichen vorgesehen, um das Gelernte zu festigen. Die Lehrer müssen dann selbst entscheiden, was sie behandeln wollen, was zu unterschiedlichem Wissensstand bei den Schülern führe. Problematisch sei auch, dass vielen Lehrern das notwendige Basiswissen fehle.
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