Woher die zündende Idee für das „Buergbrennen“ kommt, ist nicht genau geklärt. Die Tradition könnte von den Römern stammen. Nach deren Kalender beginnt das Jahr nämlich am 1. März. Wie die Menschen heute begrüßten auch die Römer das Neujahr mit einer Sause – samt großem Feuer. Allerdings könnten auch die Kelten und Germanen mit ihren heidnischen Festen zur Frühjahrs-Tagundnachtgleiche die Vorlage für den Brauch geliefert haben. Sie haben große Rad- oder Sonnenkreuze verbrannt, um die bösen Geister des Winters zu vertreiben. „Nach den langen Monaten der Dunkelheit sollte die Sonne dazu animiert werden, wieder länger und stärker zu scheinen“, erklärt Jeannot Nehrenhausen. Der ehemalige Französisch-Lehrer des „Nord-Lycée“ hat sich intensiv mit der Herkunft der Luxemburger Tradition auseinandergesetzt.
Den Feuern wurde auch eine heilende Magie zugeschrieben. „Schon in der Jungsteinzeit wurde die übrig bleibende Holzkohle unters Tierfutter gemischt, um Krankheiten abzuwenden und die Gesundheit der Herde zu gewähren“, sagt Nehrenhausen. „Manchmal wurden die Herden sogar durch die Überreste des erloschenen Feuers getrieben.“ Mit Magie hat die heilende Wirkung der Holzkohle nichts zu tun. Kohle bindet Bakterien, Gift- und Schadstoffe und kann besonders gegen Magen- und Darmbeschwerden helfen. In der Tierhaltung beweisen Studien von Rinderzüchtern, dass sich schon nach wenigen Wochen der Gesundheitszustand ihrer Herden deutlich verbessert, wenn Pflanzenkohle ins Futter gemischt wird. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Die Gülle stinkt weniger.
Wieso? Damit die Leute Feinstaub und giftige Sporen aus uralten Strohballen einatmen können. Und da gehen auch noch Leute mit Kindern hin.
Wenn ich eine alte Palette im Garten verbrenne, kommt die Polizei. Und die verbrennen hunderte davon plus mit Pilzsporen durchsetzte Heuballen und niemand reklamiert. Noch so ein dämlicher Aberglaube der auf den Müllhaufen der Geschichte gehört.