Gleich 93 Prozent der Befragten in Luxemburg konnten spontan Namen von Organisationen nennen, die vor Ort humanitäre Hilfe leisten. Der EU-Durchschitt bei dieser Frage liegt bei 85 Prozent. An erster Stelle wurde in Luxemburg das Rote Kreuz genannt (76 Prozent), gefolgt von der Unicef (48 Prozent) und anderen Nichtregierungsorganisationen (27 Prozent). Die EU als Helfer in Notsituationen vor Ort fiel 7 Prozent der Befragten ein.
Bei der Frage nach Organisationen oder Einrichtungen, die humanitäre Hilfe finanzieren, wurden in Luxemburg erneut an erster Stelle das Rote Kreuz genannt (53 Prozent), dann die Unicef (34 Prozent) und mit 25 Prozent die Regierung. Die EU kam mit 19 Prozent an vierter Stelle.
Obwohl die EU nicht unter den erstgenannten Geldgebern für humanitäre Hilfe genannt wird, weiß eine große Mehrheit der Luxemburger (72 %) über diese Leistungen Bescheid. EU-weit sind es lediglich 43 Prozent der Befragten. Doch die EU-Bürger fühlen sich nicht immer gut informiert. Nur 6 Prozent der Luxemburger gaben an, sehr gut über die humanitär Tätigkeit der EU informiert zu sein. 39 Prozent seien ziemlich gut informiert. 53 Prozent fühlen sich schlecht oder überhaupt nicht informiert. EU-weit ist der Anteil der „Ahnungslosen“ noch größer: 81 Prozent.
Trotz Krise in den eigenen Ländern betrachten die meisten Europäer jedoch die humanitäre Hilfe der EU als wichtig. 79 Prozent sagen, sie sei sehr oder ziemlich wichtig. In Luxemburg meinten das 86 Prozent. Im Vergleich zu einer ähnlichen Eurobarometer-Umfrage von 2006 ging der Anteil der Befürworter jedoch um vier Prozent zurück.
Besser über die EU
Mehrheitlich befürworten die Europäer eine Hilfe über die EU-Kommission. Für 58 Prozent der Befragten, sowohl im EU-Durchschnitt als auch in Luxemburg, sei die Hilfe über die EU-Kommission effizienter. Dass die Einzelstaaten bessere Hilfe leisten können, denken 24 Prozent der EU-Bürger und 29 Prozent der Luxemburger.
In den 27 EU-Staaten waren 26.800 Personen befragt worden, in Luxemburg 505. Die Erhebung fand im Februar/März 2010 statt.
lmo
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können