Das System ermögliche eine noch schnellere und präzisere Erfassung überfluteter Flächen, was lokalen Hilfsorganisationen und Verwaltungen wertvolle Informationen für ein effektives Krisenmanagement gibt, so das Forschungszentrum am Freitag.
Ziel des gemeinsamen Projektes sei es, Methoden zu erarbeiten, um möglichst schnell und effizient Satellitendaten auszuwerten und um präzise die von einem Hochwasser betroffenen Gebiete zu erfassen. Das „Centre de Recherche Public – Gabriel Lippmann“ unterstützt in Zusammenarbeit mit dem „Service Régional de Traitement d’Image et de Télédétection“ (SERTIT) aus Straßburg die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) dabei, einen satellitengestützten weltweiten Hochwasserkartierungsservice zu entwickeln.
Die Wissenschaftler haben jederzeit Zugriff auf das Datenarchiv der ESA. Sie können ihre Analysen anhand aktueller Daten testen. „Die Hochwasserkatastrophe in Pakistan ermöglichte es, die hervorragende Eignung von Radarsatelliten zur Erfassung von Hochwasserereignissen unter Beweis zu stellen“, so das CRP Lippmann. Die Daten sammelt der 2002 gestartete Satellit ENVISAT. Er liefert hochauflösende Aufnahmen vom Hochwasser unabhängig von Wolkenbedeckung und Tageszeit.
Das CRP entwickelte Methoden, die die Bearbeitungszeit der Satellitendaten wesentlich verkürzen. Die Hochwasserkarten seien innerhalb weniger Stunden verfügbar und die darin enthaltenen Informationen könnten von den Einsatzkräften direkt vor Ort eingesetzt werden.
Die Hilfsorganisationen könnten mit Hilfe der Karten erkennen, welche Gebiete vorrangig von einer Katastrophe betroffen sind, welche Straßen befahrbar sind oder wo Freiflächen für Nothilfeeinrichtungen zur Verfügung stehen.
tageblatt.lu
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können