Die jüngst Partei des Landes wurde bereits 4. Oktober 2009 von vier Personen gegründet. Ihren ersten Kongress hielt sie am Samstag in einem Hotel in Erpeldingen ab. 24 der in der Zwischenzeit 70 Mitglieder fanden sich ein, um u.a. Satzung und Programm zu erörtern.
Als Präsident in seinem Amt bestätigt wurde Sven Clement. Vizepräsident ist Jerry Weyer.
Ziel der Partei ist die Teilnahme an den Parlamentswahlen in Luxemburg. Man erhofft sich dabei mindestens ein Mandat in der Abgeordnetenkammer.
Die programmatischen Schwerpunkte sind dieselben wie die Schwesterparteien in den anderen Ländern: Gegen den staatlichen Überwachungswahn, für mehr Privatsphäre, für einen transparenteren Staat, ein modernes Urheberrecht, für Open Source und Open Access, für ein offenes Europa ohne Grenzen, für mehr Medienkompetenz und gegen jegliche Form von Zensur.
Eingeladen hatten sich Luxemburger Piraten Gäste aus dem Ausland, unter anderem aus Deutschland.
Im Unterschied zu den Schwesterparteien im Ausland trägt die Piratenpartei Luxemburgs lila. Das im Ausland gängige Orange sei in Luxemburg bereits besetzt, hätten die hiesigen Piraten feststellen müssen, hieß es auf dem Kongress.
Piratenparteien gibt es in der Zwischenzeit in 44 Ländern. Die stärkste Partei ist die schwedische, gefolgt von der deutschen. Die Piraten Schwedens gewannen 2009 ein Abgeordnetenmandat im Europaparlament.
tageblatt.lu
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