Die UEL ist sauer auf die Regierung. Die hatte am Freitag dem Reformvorschlag von Gesundheitsminister Mars di Bartolomeo zugestimmt. Der Ministerrat habe die Entscheidung getroffen, ohne sich zuvor mit dem Unternehmensverbänden abzusprechen, heißt es in einer Mitteilung der UEL am Montag. Dabei habe die Regierung sie aufgefordert, Vorschläge zu unterbreiten.
Gegen den Strich geht der UEL vor allem der Vorschlag, die Beiträge zur Gesundheitskasse um jeweils 0,2 Prozent für den Betrieb, den Beschäftigten und den Staat anzuheben. Diese Beitragserhöhung stehe im Widerspruch zum Tripartite-Abkommen von 2006, wo man sich auf eine Begrenzung der Lohnnebenkosten verständigt hatte.
Derlei Maßnahme würde laut UEL den Faktor Arbeit verteuern, was die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den Nachbarländern verringern werde.
Index und Mindestlohn
Der Regierung wollen die Unternehmen Anfang Oktober ihre Vorschläge für eine Reform des Gesundheitswesens ohne Beitragserhöhung unterbreiten. Insgesamt fordert man von der Regierung, Wirtschaftsreformen gegen das Abdriften der Arbeitskosten. Letzteres werde durch eine strukturell höhere Inflationsrate, die automatische Anpassung der Löhne an die Preisentwicklung und die systematische Anhebung des Mindestlohns verursacht, beklagt sich die UEL.
tageblatt.lu
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