In dem Abwehrsystem werden Satelliten, Schiffe, Radaranlagen und Abfangraketen mehrerer NATO-Länder zusammengefügt, um Europa vor einer möglichen Bedrohung durch Mittelstreckenraketen mit einer Reichweite von bis zu 3000 Kilometern zu schützen, so die Begründung für das neue Waffensystem.
" class="infobox_img" />Die Inbetriebnahme der ersten Etappe der gemeinsamen Raketenabwehr war am Samstag anläßlich des Nato-Treffens in Chicago bekanntgegeben worden. Luxemburg ist dort unter anderem durch Premierminister Jean-Claude Juncker vertreten. Hier bei seiner Begrüßung durch US-Präsident Barack Obama.
Die Militärallianz hatte den Aufbau auf ihrem letzten Gipfel im Herbst 2010 in Lissabon vereinbart und nun die erste Betriebsphase beschlossen. Dabei werden mit einem Raketenabwehrsystem ausgestattete US-Militärschiffe auf einer US-Marinebasis im spanischen Rota stationiert und eine Radarstation im Südosten der Türkei in Betrieb genommen. Zudem nimmt die Kommandozentrale auf dem NATO-Stützpunkt im deutschen Ramstein ihre Arbeit auf. In den kommenden Jahren wird das Abwehrsystem weiter ausgebaut, bis es gegen Ende des Jahrzehnts vollkommen einsatzfähig sein soll. Dabei sollen auch deutsche Patriot-Abfangraketen eingebunden werden.
Konflikt mit Russland
Der Raketenschirm ist jedoch Auslöser eines Konflikts mit der russischen Regierung. In Lissabon hatten die NATO und Moskau eine Zusammenarbeit bei dem Projekt vereinbart, da Russland sich durch das Projekt bedroht fühlt. Diese ist jedoch ins Stocken geraten: Moskau fordert von der NATO eine weitgehendere Einbindung sowie Sicherheitgarantien, allerdings höhere als die Militärallianz der Regierung in Moskau zugestehen will.
«Die NATO-Raketenabwehr richtet sich nicht gegen Russland», stellten die NATO-Staats- und Regierungschefs in einer gemeinsamen Erklärung klar. Das Militärbündnis will sich demnach weiterhin «aktiv» um eine Zusammenarbeit bemühen. Nat-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hob jedoch auch hervor, dass die NATO sich von den Bedenken Russlands nicht von dem Projekt abbringen lasse.
Zu Demaart
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