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Wenn die Venus und die Sonne

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Im Juni bieten unsere Himmelskörper eine besondere Show: Die Venus zieht als dunkler Punkt vor der Sonne vorbei. In Luxemburg ist jedoch nur die letzte Phase des Transits sichtbar.

Venus gibt demnächst eine extrem seltene Vorstellung. In der Nacht vom 5. auf 6. Juni überholt unser Nachbarplanet die Erde auf der Innenbahn. Venus zieht dabei als dunkler Punkt vor der grellen Sonnenscheibe vorbei.

In Luxemburg ist laut Vereinigung der Amateur-Astronome (AAL) nur die letzte Phase des Transits zu sehen. Die geht am 6. Juni um 5:23 Uhr auf. Der Transit ist um 6:54 Uhr beendet. Vollständig zu verfolgen ist der fast siebenstündige Venustransit vom Pazifischen Raum aus sowie von den nördlichen Polarregionen.

Nicht ohne Spezialbrille

Gute Augen können die dunkle Venus schon ohne optische Hilfsmittel als dunklen Punkt vor der Sonne ausmachen. Allerdings benötigt man entsprechende Schutzmaßnahmen, um gefahrlos in die Sonne zu sehen, wie beispielsweise Sonnenfinsternisbrillen. Ohne ausreichende Filter drohen schwere Augenschäden bis zur völligen Erblindung.

Der letzte Venustransit am 8. Juni 2004 konnte in seiner vollen Länge bei strahlend schönem Sommerhimmel von Mitteleuropa aus beobachtet werden. Den nächsten Venusdurchgang wird wohl kein heute lebender Mensch zu Gesicht bekommen. Er findet erst am 11. Dezember 2117 statt.

«Nur» 43 Millionen Kilometer bis zur Venus

Am 6. Juni erreicht die Venus mit 43 Millionen Kilometer ihre geringste Distanz von der Erde. Kein anderer Planet kann uns so nahe kommen. Nachdem Venus in den vergangenen Monaten den Abendhimmel maßgeblich bestimmte, taucht sie gegen Ende Juni in der Morgendämmerung tief am Nordosthimmel auf. Damit läutet sie ihre Morgensternperiode ein.

Ebenfalls im Laufe des Juni erscheint Jupiter am Morgenhimmel. Auch der Riesenplanet ist im Nordosten zu sehen. Die Venus ist jedoch eindeutig heller. Am 17. zieht die schmale Sichel des abnehmenden Mondes knapp an Jupiter vorbei, ein netter Himmelsanblick in der beginnenden Morgendämmerung.

Mars und Saturn

Mars ist Planet der ersten Nachthälfte. Die Helligkeit des roten Planeten nimmt weiter ab. Dennoch zählt er immer noch zu den Gestirnen erster Größenklasse. Saturn im Sternbild Jungfrau hält sich nahe ihrem Hauptstern Spica auf. Am 28. erhält der Ringplanet Besuch vom zunehmenden Halbmond. Der flinke Merkur zeigt sich vom 11. bis 25. kurzfristig am Abendhimmel. Gegen 22.15 Uhr kann man den sonnennahen Planeten knapp über dem Nordwesthorizont erspähen, wobei ein Fernglas hilfreich ist. Etwa zwanzig Minuten später wird er im Horizontdunst unsichtbar. Pluto, prominentester Zwergplanet, kommt am 29. in Opposition zur Sonne. Uns trennen an diesem Tage 4674 Millionen Kilometer von ihm. Vier Stunden und zwanzig Minuten ist das reflektierte Sonnenlicht von ihm zur Erde unterwegs.

Am 4. tritt um 13.12 Uhr die Vollmondphase ein. Die Nacht vom 4. auf 5. ist die kürzeste Vollmondnacht des Jahres 2012. Da der Mond nur einen Tag vorher mit 358 480 Kilometer Distanz in Erdnähe kommt, ist wieder einmal mit Springfluten zu rechnen. Der Vollmond tritt diesmal zu mehr als einen Drittel in den Kernschatten der Erde, es ereignet sich eine partielle Mondfinsternis. Da sie in den Mittagsstunden am 4. stattfindet, ist sie von Mitteleuropa aus nicht zu sehen, denn der Vollmond ist bei uns noch nicht aufgegangen. In Erdferne trennen uns am 16. gut 405 790 Kilometer von unserem Nachbarn im All. Neumond wird am 19. um 17.02 Uhr erreicht.

Die Sonne erreicht am 21. um 1.09 Uhr ihren Jahreshöchststand, der astronomische Sommer beginnt. Der Sommerpunkt markiert den Beginn des Tierkreiszeichens Krebs, weshalb man vom Wendekreis des Krebses spricht. Denn die Sonne beginnt nach ihrer Passage des Sommerpunkts wieder im Tierkreis abzusteigen.